Camille Ruf

Emmy Krüger Fotoserie

um 1914, Fotografie / Pigmentdruck | Papier

Losnummer: 3_045

Verkauft für: 375,00 €
inkl. Aufgeld

Beschreibung
5-teilige Fotoserie der Opernsängerin Emmy Krüger zu Beginn ihrer Karriere, 1910 bis 1914 am Züricher Stadttheater. Fotografiert von Camille Ruf.
Beschriftung
Sämtlich mit Atelierstempel "Camille Ruf Zürich", verso teils mit Bleistift nummeriert "II.".
Kontext
Konvolut
Maße
ca. 15 x 12 cm (die Träger ca. 28 x 20,5 cm)

Zustand
Konvolut: 5 Fotografien / Pigmentdrucke, 2 in Sepia, 2 scharz-weiß, 1 schwarzbraun. Die Oberflächen matt und farblich satt, stellenweise minimale Blessuren, teils kleine schwarze Flecken, minimal blass stockfleckig. Die Arbeiten am oberen Rand sämtlich auf unterschiedlich gefärbtes Trägerpapier montiert. Die Träger teils in den Rändern etwas unregelmäßig berissen, griffspurig, leicht vergilbt bzw. gedunkelt, in den Rändern stellenweise etwas angeschmutzt, blass stockfleckig, die Ecken etwas knickfaltig, in den Rändern teils bestoßen und mit kleinen Quetschungen, verso atelierspurig. Summa in sehr guter Erhaltung.
Provenienz
Aus Berliner Privatbesitz.

Vita Camille Ruf

Camille Ruf (geboren 1872 in Freiburg im Breisgau, gestorben 1939 in Zürich, Schweiz) war ein bedeutender Porträtfotograf, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts insbesondere in Zürich wirkte. Er stammte aus einer fotografisch geprägten Familie und ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Sohn des bekannten Freiburger Fotografen Conrad Ruf (1840–1922) und Bruder des Fotografen Konrad Theodor Ruf. 1903 übernahm er das Atelier des Porträtfotografen Rudolf Ganz in Zürich und etablierte sich dort als versierter Porträtist. Camille Ruf führte sein eigenes Fotostudio von 1903 bis 1929 und prägte die Zürcher Fotolandschaft mit seinem klassischen Porträtstil in der Zeit vor und nach dem Ersten Weltkrieg. Sein Werk umfasst zahlreiche Porträts von Personen aus Gesellschaft, Wissenschaft und Kultur, die bis heute in öffentlichen Sammlungen und Archiven dokumentiert sind. Ebenfalls ist von ihm 1912 die Schrift „Einige Ansichten über Portrait-Photographie“ überliefert, die Einblicke in seine fotografische Praxis und Überlegungen zur Porträtkunst gibt. Nach 1929 führte sein Sohn Frohwalt Ruf das Geschäft weiter, womit die fotografische Tradition der Familie über mehrere Generationen fortbestand.

Vita Emmy Krüger

Emmy Krüger (geboren 1886 in Bad Homburg vor der Höhe, gestorben 1976 in Zürich) war eine bedeutende deutsche Opernsängerin und dramatische Sopranistin. Sie erhielt ihre vokale Ausbildung am Raff-Konservatorium in Frankfurt am Main und vertiefte diese unter anderem bei der renommierten Sängerin Lilli Lehmann in Berlin. Ihren Bühnenauftakt fand sie 1910 am Stadttheater Zürich, wo sie bis 1914 engagiert war, bevor sie an die Hofoper München wechselte. Dort sang sie in mehreren Uraufführungen, darunter die Titelrolle in Erich Wolfgang Korngolds „Violanta“ (1916) und die Rolle der Silla in Hans Pfitzners „Palestrina“ (1917) und etablierte sich als gefragte Interpretin. Neben dramatischen Sopranpartien gehörten gelegentlich auch mezzo-soprane Rollen wie Octavian in Richard Strauss’ Der Rosenkavalier zu ihrem Repertoire, die sie bereits 1911 in Zürich und später unter der Leitung des Komponisten selbst sang. Krüger gastierte regelmäßig bei den Bayreuther Festspielen in den 1920er und 1930er Jahren, insbesondere in der Rolle der Isolde in Richard Wagners "Tristan und Isolde", die zu einer ihrer Paraderollen wurde. Nach weiteren Stationen, etwa am Stadttheater Hamburg und an der Wiener Staatsoper, beendete sie ihre aktive Bühnenkarriere Anfang der 1930er Jahre und widmete sich ab den späten 1930er Jahren der Gesangs- und Opernausbildung, unter anderem an der Akademie der Tonkunst in München und später in Zürich. Sie starb 1976 im Alter von 90 Jahren in Zürich und hinterließ ein bleibendes Vermächtnis als herausragende Wagner-Interpretin ihrer Zei

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Über die Auktion

3. Auktion,

Einen Schwerpunkt dieser Auktion bilden Fotografien von Jean Tinguely und seinen Werken, eines der raren abstrakten Fotogramme der surrealistischen Lyrikerin Anneliese Hager und Sammlungen von Albuminabzügen Giorgio Sommers und Wilhelm Plüschows. Herausragend und selten auf dem Auktionsmarkt sind Zeichnungen der Dresdner Malerin Paula Lauenstein. Eines ihrer eindrucksvollen Selbstbildnisse wird angeboten. Das Gemälde einer impressionistisch lichtdurchfluteten Szene am Hamburger Freihafen mit viel Rauch und Sonnenlicht des Malers Ulrich Hübner bildet einen weiteren Höhepunkt der Versteigerung. Auch mehrere qualitative Tuschezeichnungen des 18. Jahrhunderts, darunter eine Landschaftsvorstudie mit überhängendem Felsen von Johann Georg von Dillis, sowie satte japanische Farbholzschnitte stehen zur Offerte. Mit dem kunstvoll gestickten Haussegen und den darauf applizierten Bildnissen der ersten Sozialdemokraten August Bebel und Wilhelm Liebknecht sowie mit einer Reihe an Autogrammen sowjetischer Kosmonauten (darunter einige von Juri Gagarin) zieht ein Stück Geschichte in die Auktion ein. Ein weiteres Highlight bilden einige Lots aus dem Nachlass des Generalintendanten der Sächsischen Staatstheater Alfred Reucker, darunter eine Mappe mit Bühnenbildentwürfen für die Uraufführung von Richard Strauss` Oper "Intermezzo".