Jan Timme

Erratum

2007, Objekt | Mixed media

Losnummer: 3_091

Startpreis: 100,00 € Schätzpreis: 150,00 €

Beschreibung
Das Objekt besteht aus einer Hängelampe aus Reispapier von Ikea inklusive Hängevorrichtung und zwei Glühbirnen. Die Lampe mit nachleuchtender Kunstharzfarbe versehen. - Eins von 50 (GA 60) Exemplaren. Mit beiliegendem Echtheitszertifikat sowie Original-Rechnung. - „Mit der von ihm entworfenen Schlafzimmerlampe greift Timme in einem Akt der humorvollen Zweckentfremdung auf einen Einrichtungsgegenstand von IKEA zurück und setzt diesen Vorgang in Beziehung zu einer Diskussion, die vor einigen Ausgaben in „Texte zur Kunst“ geführt wurde. Der Umstand, dass es sich um ein Produkt eines „Design für die Massen“-Herstellers handelt, wird qua Titel stellvertretend von John Knight und dessen Auseinandersetzung mit den Designentwürfen des Ehepaars Eames kommentiert. Mit einem minimalen Eingriff wird die Funktion des Konsumartikels neu bestimmt – der Papierlampenschirm ist mit blauer, phosphoreszierender Farbe bestrichen, die sich auflädt, wenn die Glühbirne eingeschaltet ist, und bei Dunkelheit nachleuchtet. So lässt sich eine langsam verschwindende blaue Kugel betrachten – wie in dem Film „The Power of Ten“ der Eames vorgeführt – und ein Blick auf die Erde imaginieren. Während des Einschlafens eröffnet sich so hinter dem allseits Vermuteten und massenhaft Verbreiteten eine unvorhergesehene Perspektive – nothing is written.“ (Texte zur Kunst).
Beschriftung
Auf dem Zertifikat mit schwarzem Faserstift handschriftlich signiert "Jan Timme" und nummeriert.
Maße
Box 30,5 x 42 cm

Zustand
Bestandteile in Pappbox innenliegend. Die Box mit Klebestreifen vom Versand. Objekt nicht auf Funktiosnfähigkeit getestet.
Provenienz
Aus Berliner Privatbesitz. Vormals aus dem Nachlass des Kulturwissenschaftlers Hilmar Schäfer.

Vita Jan Timme

Jan Timme (geboren 1971 in Stuttgart) ist ein deutscher Konzeptkünstler und lebt und arbeitet in Berlin. Er studierte an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Seine Arbeiten sind häufig von reduzierter Materialität geprägt und beziehen sich auf konzeptuelle Werkansätze, wobei er mit alltäglichen Gegenständen, Licht, Fotografie und besonders mit Sprache als künstlerischem Material arbeitet. Timme zeigte seine Werke in zahlreichen Ausstellungen im deutschsprachigen Raum und international, darunter Einzelausstellungen bei Galerie Nagel Draxler in Köln sowie weitere Präsentationen in institutionellen und projekthaften Kontexten. Zu seinen früheren Einzelausstellungsprojekten zählt etwa „One for sorrow two for joy“ im Kunstverein Braunschweig, in dem er den Ausstellungsraum als Resonanzraum für Wahrnehmung und Erzählung inszenierte.

Kontaktdaten
Frage zum Los

Die Auktion findet am Samstag, den 14. März 2026 um 14 Uhr in den Räumlichkeiten von Irrgang Fine Arts, Friedrichstraße 232, 10969 Berlin statt. Alle Lose werden vom 2. bis zum 9. März am selben Ort zur Vorbesichtigung ausgestellt. Seien Sie herzlich zum Empfang am 27. Februar um 17 Uhr und anschließend von Montag bis Freitag zwischen 10 und 17 Uhr eingeladen, sich die Objekte persönlich anzuschauen. Bitte beachten Sie, dass bei grafischen Arbeiten auf Papier eine Terminabsprache unter Angabe der Losnummern, die von Interesse sind, erforderlich ist. Schreiben Sie uns dafür gerne eine Email an auktionshaus@flanelsago.de – unser Team stellt die entsprechenden Blätter dann zur Besichtigung bereit und steht Ihnen auch sonst gerne bei Fragen zur Verfügung.

Sie haben folgende Möglichkeiten an der Auktion teilzunehmen:

Persönliches Bieten

Während der Auktion geben Sie Ihre Gebote in unseren Räumlichkeiten direkt an den Auktionator ab. Um persönlich an der Auktion teilnehmen zu können registrieren Sie sich vor der Auktion mit einem gültigen Personalausweis oder Reisepass und erhalten dann eine Bieternummer. Eine Teilnahme an der Auktion ohne Bieternummer ist nicht möglich. Aufgrund limitierter Sitzplätze im Saal bitten wir Sie, sich bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion bei uns unter auktionshaus@flanelsago.de anzumelden. 

Schriftliches Bieten (Vorgebote)

Gerne nehmen wir Ihre Gebote auch schon vor der Auktion schriftlich entgegen. Schreiben Sie uns dafür bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion eine Email an auktionshaus@flanelsago.de mit folgenden Angaben: Name, Adresse, Telefonnummer, Losnummer sowie Ihrem Höchstgebot. Bitte fügen Sie eine Kopie Ihres Ausweises an. Ihre Höchstgebote werden während der Auktion nur so weit wahrgenommen, wie es der Gang der Versteigerung notwendig macht.

Telefonbieten

Um sich für das telefonische Bieten anzumelden, schreiben Sie uns bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion eine Email an auktionshaus@flanelsago.de mit folgenden Angaben: Name, Adresse, Telefonnummer, sowie der Losnummer für die Sie mitbieten möchten. Bitte fügen Sie außerdem eine Kopie Ihres Ausweises an. Wir werden Sie dann während der Auktion rechtzeitig anrufen und Ihre Gebote im Saal an den Auktionator weitergeben. Bitte beachten Sie, dass wir für Übermittlungsfehler keine Haftung übernehmen.

Online-Bieten im Livestream

Über unsere Partnerplattform Lot-Issimo (Auction Technology Group German GmbH) können Sie online an der Auktion teilnehmen. Bei Geboten über Lot-tissimo berechnen wir das gleiche Aufgeld wie im Saal. Bitte beachten Sie, dass Sie sich für das Online-Bieten bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion registrieren müssen. Dafür benötigen wir eine Kopie eines gültigen Personalausweises.

Durch die Abgabe eines Gebots erkennen Sie unsere Versteigerungsbedingungen an.

Bei unseren Auktionen fällt zusätzlich zum Hammerpreis ein Aufgeld in Höhe von 25% zuzüglich 19% Mehrwehrtsteuer an.

Über die Auktion

3. Auktion, Samstag 14. März 2026 | 14:00 Uhr
Friedrichstraße 232, 10969 Berlin

Einen Schwerpunkt dieser Auktion bilden Fotografien von Jean Tinguely und seinen Werken, eines der raren abstrakten Fotogramme der surrealistischen Lyrikerin Anneliese Hager und Sammlungen von Albuminabzügen Giorgio Sommers und Wilhelm Plüschows. Herausragend und selten auf dem Auktionsmarkt sind Zeichnungen der Dresdner Malerin Paula Lauenstein. Eines ihrer eindrucksvollen Selbstbildnisse wird angeboten. Das Gemälde einer impressionistisch lichtdurchfluteten Szene am Hamburger Freihafen mit viel Rauch und Sonnenlicht des Malers Ulrich Hübner bildet einen weiteren Höhepunkt der Versteigerung. Auch mehrere qualitative Tuschezeichnungen des 18. Jahrhunderts, darunter eine Landschaftsvorstudie mit überhängendem Felsen von Johann Georg von Dillis, sowie satte japanische Farbholzschnitte stehen zur Offerte. Mit dem kunstvoll gestickten Haussegen und den darauf applizierten Bildnissen der ersten Sozialdemokraten August Bebel und Wilhelm Liebknecht sowie mit einer Reihe an Autogrammen sowjetischer Kosmonauten (darunter einige von Juri Gagarin) zieht ein Stück Geschichte in die Auktion ein. Ein weiteres Highlight bilden einige Lots aus dem Nachlass des Generalintendanten der Sächsischen Staatstheater Alfred Reucker, darunter eine Mappe mit Bühnenbildentwürfen für die Uraufführung von Richard Strauss` Oper "Intermezzo".