Diverse

Johannes Meiner

Konvolut Nachlass Alfred Reucker

um 1930,

Losnummer: 3_051

Startpreis: 150,00 € Schätzpreis: 300,00 €

Beschriftung
Im Album Annotationen Reuckers in blauer Tinte. Der Druck verso mit Widmung an Reucker in blauer Tinte.
Kontext
Konvolut
Inhalt
Konvolut: 1 Album mit vergrößerten Aufnahmen der neuen Bühnenkamera im Sächsischen Staatstheater, die die Darstellenden des Singspsiels "Im weißen Rössl" zeigen, von Reucker selbst bezeichnet. Ein gerahmter Druck mit der Darstellung des Bayreuther Festspielhauses 1882, in dem der Uhrmacher Ernst Heuberger Wagners "Parsifal" sah, verso die Widmung desselben an Reucker. Mappe mit zwei Fotoporträts von Carl und Carola Escher sowie eine gerahmte Porträtfotografie.
Maße
17 x 19 cm

Zustand
Konvolut: 1 Fotoalbum, ein hinter Glas gerahmter Druck, ein hinter Glas gerahmtes Porträtfoto sowie eine Mappe mit zwei weiteren Fotografien. Das Album auf dem Einband in weißer Druckschrift bezeichnet, innen mit Klebchen des Reucker-Archivs sowie Annotationen Reuckers in blauer Tinte, sehr gut lesbar. Der Einband gedunkelt und griffspurig, angeschmutzt und wasserfleckig, knickfaltig, in den Kanten bestoßen und berieben, die Seiten gebräunt, wellig und gebrauchsspurig, knickfaltig und vereinzelt stockfleckig, die Fotografien mit leichten Oberflächenblessuren, Aussilberungen in den Rändern , etwas stockfleckig und vergilbt. Auf dem Inneneinband hinten mit eingeklebtem Zeitungsarikel. Die Mappe mit den Fotografien außen berissen und handschriftlich bezeichnet, die Fotografien verso auf Trägerkartons montiert, hier unten rechts mit geprägtem Atelierstempel "Meiner Zürich", etwas vergilbt und ausgeblichen mit leichten Oberflächenblessuren, vereinzelt blass stockfleckig. Der Druck und die Porträtfotografie unausgerahmt beschrieben: Der Druck vergilbt, etwas angeschmutzt und blass stockfleckig, unten rechts eine rote farbstiftannotation, der rahmen berieben und stellenweise bestoßen, in den Vertiefungen etwas angestaubt. Die Porträtfotografie verso auf einen Träger montiert, vergilbt und etwas verblichen, der Träger angeschmutzt, stockfleckig und gedunkelt, der Rahmen verso mit Rahmer-Stempeln, etwas berieben und bestoßen, in den Vertiefungen angeschmutzt. Summa in gutem Zustand.
Provenienz
Aus dem Nachlass Alfred Reuckers.

Vita Hermann Alfred Reucker

Otto Müller (geboren 1819 in Wittenberg, gestorben 1898 in Leipzig) war ein deutscher Jurist und Hochschullehrer. Er studierte 1838–1842 in Leipzig und Halle Jura, wo er 1842 promoviert und ein Jahr später habilitiert wurde. 1850 bis 1852 wirkte er als außerordentlicher Professor an der Universität Halle, ab 1852 bis 1860 als Professor für römisches Recht an der Universität Leipzig. 1860 bis 1869 war er ordentlicher Professor für römisches und sächsisches (1869–1898) Recht an der Universität Leipzig, bekleidete die Position eines Geheimrates.

Vita Johannes Meiner

Johannes Meiner (geboren 1867 in Zittau, gestorben 1941 in Zürich) war ein aus Deutschland stammender Fotograf, der aber vorwiegend in Zürich tätig war. Johannes Meiner war ein Sohn des Fotografen Adolph Meiner, bei dem er ab 1883 seine Lehrzeit absolvierte. Nach Abschluss seiner Ausbildung verließ er Zittau und tat sich in Deutschland, Frankreich, der Schweiz und den USA um. Um 1893 war er in Chicago bei Billy Koehne angestellt; er besuchte auch die Weltausstellung in Chicago. Schließlich ließ er sich in Zürich nieder, wo er 1894 das Atelier des Fotografen Heinrich Wirth im Zentralhof an der Kappelergasse 16 übernahm. Im Jahr 1900 übernahm Johannes Meiner das Atelier von Julius Möbus im Haus Metropol an der Börsenstrasse 10. Johannes Meiner trat 1896 dem Schweizerischen Photographen Verein bei und gehörte von 1899 bis 1916 dem Vorstand dieses Vereins an. Meiner erhielt 1913 beim Gevaert-Kongress eine Goldmedaille, 1914 bei der Schweizerischen Landesausstellung in Bern eine Silbermedaille und 1934 ein Diplom von der Photographischen Gesellschaft in Wien. Das Archiv von Johannes und Hans Meiner wurde in den Jahren 2014 und 2015 durch Memoriav analysiert und für eine spätere Digitalisierung vorbereitet. Der Bestand von Johannes und Hans Meiner umfasst über 85'000 Fotografien, die zwischen 1894 und 1960 entstanden sind. Das Baugeschichtliche Archiv in Zürich widmete ihm 1996 die Ausstellung Meiner & Sohn. Fotografien 1894–1963 und 2013 die Ausstellung Dreidimensionales Zürich. Stereobilder von Johannes Meiner um 1900.

Kontaktdaten
Frage zum Los

Die Auktion findet am Samstag, den 14. März 2026 um 14 Uhr in den Räumlichkeiten von Irrgang Fine Arts, Friedrichstraße 232, 10969 Berlin statt. Alle Lose werden vom 2. bis zum 9. März am selben Ort zur Vorbesichtigung ausgestellt. Seien Sie herzlich zum Empfang am 27. Februar um 17 Uhr und anschließend von Montag bis Freitag zwischen 10 und 17 Uhr eingeladen, sich die Objekte persönlich anzuschauen. Bitte beachten Sie, dass bei grafischen Arbeiten auf Papier eine Terminabsprache unter Angabe der Losnummern, die von Interesse sind, erforderlich ist. Schreiben Sie uns dafür gerne eine Email an auktionshaus@flanelsago.de – unser Team stellt die entsprechenden Blätter dann zur Besichtigung bereit und steht Ihnen auch sonst gerne bei Fragen zur Verfügung.

Sie haben folgende Möglichkeiten an der Auktion teilzunehmen:

Persönliches Bieten

Während der Auktion geben Sie Ihre Gebote in unseren Räumlichkeiten direkt an den Auktionator ab. Um persönlich an der Auktion teilnehmen zu können registrieren Sie sich vor der Auktion mit einem gültigen Personalausweis oder Reisepass und erhalten dann eine Bieternummer. Eine Teilnahme an der Auktion ohne Bieternummer ist nicht möglich. Aufgrund limitierter Sitzplätze im Saal bitten wir Sie, sich bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion bei uns unter auktionshaus@flanelsago.de anzumelden. 

Schriftliches Bieten (Vorgebote)

Gerne nehmen wir Ihre Gebote auch schon vor der Auktion schriftlich entgegen. Schreiben Sie uns dafür bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion eine Email an auktionshaus@flanelsago.de mit folgenden Angaben: Name, Adresse, Telefonnummer, Losnummer sowie Ihrem Höchstgebot. Bitte fügen Sie eine Kopie Ihres Ausweises an. Ihre Höchstgebote werden während der Auktion nur so weit wahrgenommen, wie es der Gang der Versteigerung notwendig macht.

Telefonbieten

Um sich für das telefonische Bieten anzumelden, schreiben Sie uns bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion eine Email an auktionshaus@flanelsago.de mit folgenden Angaben: Name, Adresse, Telefonnummer, sowie der Losnummer für die Sie mitbieten möchten. Bitte fügen Sie außerdem eine Kopie Ihres Ausweises an. Wir werden Sie dann während der Auktion rechtzeitig anrufen und Ihre Gebote im Saal an den Auktionator weitergeben. Bitte beachten Sie, dass wir für Übermittlungsfehler keine Haftung übernehmen.

Online-Bieten im Livestream

Über unsere Partnerplattform Lot-Issimo (Auction Technology Group German GmbH) können Sie online an der Auktion teilnehmen. Bei Geboten über Lot-tissimo berechnen wir das gleiche Aufgeld wie im Saal. Bitte beachten Sie, dass Sie sich für das Online-Bieten bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion registrieren müssen. Dafür benötigen wir eine Kopie eines gültigen Personalausweises.

Durch die Abgabe eines Gebots erkennen Sie unsere Versteigerungsbedingungen an.

Bei unseren Auktionen fällt zusätzlich zum Hammerpreis ein Aufgeld in Höhe von 25% zuzüglich 19% Mehrwehrtsteuer an.

Über die Auktion

3. Auktion, Samstag 14. März 2026 | 14:00 Uhr
Friedrichstraße 232, 10969 Berlin

Einen Schwerpunkt dieser Auktion bilden Fotografien von Jean Tinguely und seinen Werken, eines der raren abstrakten Fotogramme der surrealistischen Lyrikerin Anneliese Hager und Sammlungen von Albuminabzügen Giorgio Sommers und Wilhelm Plüschows. Herausragend und selten auf dem Auktionsmarkt sind Zeichnungen der Dresdner Malerin Paula Lauenstein. Eines ihrer eindrucksvollen Selbstbildnisse wird angeboten. Das Gemälde einer impressionistisch lichtdurchfluteten Szene am Hamburger Freihafen mit viel Rauch und Sonnenlicht des Malers Ulrich Hübner bildet einen weiteren Höhepunkt der Versteigerung. Auch mehrere qualitative Tuschezeichnungen des 18. Jahrhunderts, darunter eine Landschaftsvorstudie mit überhängendem Felsen von Johann Georg von Dillis, sowie satte japanische Farbholzschnitte stehen zur Offerte. Mit dem kunstvoll gestickten Haussegen und den darauf applizierten Bildnissen der ersten Sozialdemokraten August Bebel und Wilhelm Liebknecht sowie mit einer Reihe an Autogrammen sowjetischer Kosmonauten (darunter einige von Juri Gagarin) zieht ein Stück Geschichte in die Auktion ein. Ein weiteres Highlight bilden einige Lots aus dem Nachlass des Generalintendanten der Sächsischen Staatstheater Alfred Reucker, darunter eine Mappe mit Bühnenbildentwürfen für die Uraufführung von Richard Strauss` Oper "Intermezzo".