sowj. Kosmonauten

Alexei Leonow

Konvolut Autographen Walentina Tereschkowa u.a.

1960er Jahre, Fotografie | Papier

Losnummer: 3_131

Startpreis: 200,00 € Schätzpreis: 300,00 €

Beschriftung
4 Fotografien mit 5 Signaturen, in roter, blauer, schwarzer Tinte sowie rotem und orangenem Farbstift.
Kontext
Autograph
Inhalt
9 Objekte: 5 Fotografien und Autogrammkarten mit den Signaturen Walentina Tereschkowas, Pawel Beljajews, Waleri Bykowskis, Alexej Leonows und Wladimir Aksjonows. beigegeben: 5 unsignierte Porträtfotografien: Gagarin, Tereschkowa, 3x Nikolajew.
Maße
14,5 x 22 cm

Zustand
9 Fotografien und Autogrammkarten, davon 4 mit 5 Signaturen. Die Unterschriften in blauer, schwarzer, roter und orangefarbener Tinte, gut erhalten und lesbar. Die Darstellungen mit leichten Oberflächenblessuren, etwas vergilbt, griffspurig, teils etwas gebogen, teils knickfaltig, blass stockfleckig, etwas angeschmutzt, die kanten bestoßen, verso teils Montierungsreste und Bereibungen. Sonst in gutem Zustand..
Provenienz
Aus Berliner Privatbesitz.

Vita Walentina Tereschkowa

Pawel Romanowitsch Popowitsch (geboren 1930 in Usin, Ukrainische SSR, gestorben 2009 in Gurzuf, Ukraine) war ein sowjetischer Militärpilot und Kosmonaut. Nach einer handwerklich-technischen Grundausbildung trat er in die sowjetischen Luftstreitkräfte ein und absolvierte die Militärflugschule für Jagdflieger, die er 1954 erfolgreich abschloss. In der Folge diente er als Kampfpilot, erwarb umfangreiche Flugerfahrung auf Strahlflugzeugen und qualifizierte sich durch hohe fliegerische Disziplin und technische Kompetenz. 1960 wurde Popowitsch in das erste Kosmonautenkorps der sowjetischen Luftwaffe aufgenommen. Die militärisch organisierte Ausbildung umfasste Hochleistungsflugtraining, Raumfahrtsysteme, Navigation, Fallschirmsprung- und Überlebenstraining sowie intensive medizinische Belastungstests. Aufgrund seiner fliegerischen Fähigkeiten und seiner Belastbarkeit wurde er für einen der frühen bemannten Raumflüge ausgewählt. Am 12. August 1962 startete Popowitsch mit Wostok 4 und absolvierte einen mehrtägigen Raumflug, der parallel zur Mission Wostok 3 durchgeführt wurde. Es handelte sich um den ersten formierten Doppelraumflug zweier bemannter Raumfahrzeuge, ein wichtiger militärisch-technischer Meilenstein. Seine zweite Mission führte Popowitsch 1974 als Kommandant von Sojus 14, einer militärisch ausgerichteten Mission im Rahmen des Almas-Programms, bei der Erdbeobachtung und Aufklärung im Vordergrund standen. Popowitsch blieb Berufsoffizier, erreichte den Rang eines Generals der sowjetischen Luftstreitkräfte und war anschließend in leitenden Funktionen der militärischen Raumfahrtorganisation tätig. Seine Laufbahn ist geprägt durch eine klassische militärische Pilotenausbildung, frühe Schlüsselmissionen der bemannten Raumfahrt und einen wesentlichen Beitrag zur militärischen Nutzung des Weltraums.

Vita Alexei Leonow

Alexei Archipowitsch Leonow (geboren 1934 in Listwjanka, Oblast Kemerowo, gestorben 2019 in Moskau) war ein sowjetischer Militärpilot, Kosmonaut und General der Luftstreitkräfte. Nach einer technischen Schulbildung trat er in die sowjetischen Luftstreitkräfte ein und absolvierte ab 1955 die Militärflugschule für Jagdflieger in Krementschug, die er 1957 als Leutnant und ausgebildeter Kampfpilot abschloss. Anschließend diente er als Jagdflieger und bewährte sich durch fliegerische Präzision, körperliche Belastbarkeit und technische Auffassungsgabe. 1960 wurde Leonow in das erste Kosmonautenkorps der sowjetischen Luftwaffe aufgenommen. Die militärisch strukturierte Ausbildung umfasste Hochleistungsflugtraining, Raumfahrtsysteme, Navigation, Fallschirmsprung- und Überlebenstraining sowie extreme medizinische Belastungstests. Aufgrund seiner fliegerischen Qualifikation wurde er als Missionsspezialist für komplexe Außenoperationen vorgesehen. Am 18. März 1965 nahm Leonow als Bordingenieur an der Mission Woschod 2 teil und führte den ersten Außenbordeinsatz (Weltraumausstieg) der Geschichte durch. Trotz lebensbedrohlicher Probleme beim Wiedereintritt in die Kapsel bewältigte er die Situation eigenständig, was als herausragende militärisch-technische Leistung gilt. 1975 kommandierte er die sowjetische Crew der Mission Sojus 19 im Rahmen des Apollo-Sojus-Testprojekts, der ersten gemeinsamen Raumfahrtmission der USA und der UdSSR. Leonow blieb Berufsoffizier, absolvierte ein Ingenieurstudium an der Militärakademie für Luftfahrttechnik Schukowski und erreichte den Rang eines Generalmajors der sowjetischen Luftstreitkräfte. Seine Laufbahn verbindet exzellente militärische Pilotenausbildung mit Schlüsseloperationen der bemannten Raumfahrt und bedeutenden Beiträgen zur militärisch-technischen Entwicklung des sowjetischen Raumfahrtprogramms.

Vita

Pawel Iwanowitsch Beljajew (geboren 1925 in Tschelischtschewo, Oblast Wologda, gestorben 1970 in Moskau) war ein sowjetischer Militärpilot und Kosmonaut. Nach dem Eintritt in die sowjetische Marinefliegerei absolvierte er ab 1944 eine militärische Flugausbildung und wurde zum Marine-Jagdflieger ausgebildet. Im Zweiten Weltkrieg nahm er an Einsätzen im Fernen Osten teil und setzte nach Kriegsende seine fliegerische Qualifikation fort. Durch kontinuierliche Weiterbildung wurde er Testpilot, eine besonders anspruchsvolle militärische Verwendung, die hohe technische Kompetenz und fliegerische Präzision erforderte. 1960 wurde Beljajew in das Kosmonautenkorps der sowjetischen Streitkräfte aufgenommen. Die Ausbildung folgte streng militärischen Standards und umfasste Raumfahrtsysteme, Navigation, Hochleistungsflug, Überlebenstraining sowie medizinische Belastungstests. Trotz gesundheitlicher Rückschläge qualifizierte er sich als Kommandant einer bemannten Mission. Am 18. März 1965 startete Beljajew als Kommandant von Woschod 2. Während dieser Mission führte Alexei Leonow den ersten Außenbordeinsatz (Weltraumausstieg) der Geschichte durch. Nach technischen Problemen gelang Beljajew eine manuelle Landung, eine außergewöhnliche fliegerische Leistung, die seine militärische Ausbildung und Führungsfähigkeit unter Beweis stellte. Beljajew blieb Berufsoffizier, erreichte den Rang eines Obersten der sowjetischen Luftstreitkräfte und war an der Ausbildung nachfolgender Kosmonauten beteiligt. Seine Laufbahn ist geprägt von exzellenter militärischer Pilotenausbildung, Testflugerfahrung und entscheidenden Beiträgen zur frühen bemannten Raumfahrt.

Kontaktdaten
Frage zum Los

Die Auktion findet am Samstag, den 14. März 2026 um 14 Uhr in den Räumlichkeiten von Irrgang Fine Arts, Friedrichstraße 232, 10969 Berlin statt. Alle Lose werden vom 2. bis zum 13. März am selben Ort zur Vorbesichtigung ausgestellt. Seien Sie herzlich zum Empfang am 27. Februar um 17 Uhr und anschließend von Montag bis Freitag zwischen 11 und 17 Uhr eingeladen, sich die Objekte persönlich anzuschauen. Bitte beachten Sie, dass bei grafischen Arbeiten auf Papier eine Terminabsprache unter Angabe der Losnummern, die von Interesse sind, erforderlich ist. Schreiben Sie uns dafür gerne eine Email an auktionshaus@flanelsago.de – unser Team stellt die entsprechenden Blätter dann zur Besichtigung bereit und steht Ihnen auch sonst gerne bei Fragen zur Verfügung.

Sie haben folgende Möglichkeiten an der Auktion teilzunehmen:

Persönliches Bieten

Während der Auktion geben Sie Ihre Gebote in unseren Räumlichkeiten direkt an den Auktionator ab. Um persönlich an der Auktion teilnehmen zu können registrieren Sie sich vor der Auktion mit einem gültigen Personalausweis oder Reisepass und erhalten dann eine Bieternummer. Eine Teilnahme an der Auktion ohne Bieternummer ist nicht möglich. Aufgrund limitierter Sitzplätze im Saal bitten wir Sie, sich bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion bei uns unter auktionshaus@flanelsago.de anzumelden. 

Schriftliches Bieten (Vorgebote)

Gerne nehmen wir Ihre Gebote auch schon vor der Auktion schriftlich entgegen. Schreiben Sie uns dafür bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion eine Email an auktionshaus@flanelsago.de mit folgenden Angaben: Name, Adresse, Telefonnummer, Losnummer sowie Ihrem Höchstgebot. Bitte fügen Sie eine Kopie Ihres Ausweises an. Ihre Höchstgebote werden während der Auktion nur so weit wahrgenommen, wie es der Gang der Versteigerung notwendig macht.

Telefonbieten

Um sich für das telefonische Bieten anzumelden, schreiben Sie uns bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion eine Email an auktionshaus@flanelsago.de mit folgenden Angaben: Name, Adresse, Telefonnummer, sowie der Losnummer für die Sie mitbieten möchten. Bitte fügen Sie außerdem eine Kopie Ihres Ausweises an. Wir werden Sie dann während der Auktion rechtzeitig anrufen und Ihre Gebote im Saal an den Auktionator weitergeben. Bitte beachten Sie, dass wir für Übermittlungsfehler keine Haftung übernehmen.

Online-Bieten im Livestream

Über unsere Partnerplattform Lot-Issimo (Auction Technology Group German GmbH) können Sie online an der Auktion teilnehmen. Bei Geboten über Lot-tissimo berechnen wir das gleiche Aufgeld wie im Saal. Bitte beachten Sie, dass Sie sich für das Online-Bieten bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion registrieren müssen. Dafür benötigen wir eine Kopie eines gültigen Personalausweises.

Durch die Abgabe eines Gebots erkennen Sie unsere Versteigerungsbedingungen an.

Bei unseren Auktionen fällt zusätzlich zum Hammerpreis ein Aufgeld in Höhe von 25% zuzüglich 19% Mehrwehrtsteuer an.

Über die Auktion

3. Auktion, Samstag 14. März 2026 | 14:00 Uhr
Friedrichstraße 232, 10969 Berlin

Einen Schwerpunkt dieser Auktion bilden Fotografien von Jean Tinguely und seinen Werken, eines der raren abstrakten Fotogramme der surrealistischen Lyrikerin Anneliese Hager und Sammlungen von Albuminabzügen Giorgio Sommers und Wilhelm Plüschows. Herausragend und selten auf dem Auktionsmarkt sind Zeichnungen der Dresdner Malerin Paula Lauenstein. Eines ihrer eindrucksvollen Selbstbildnisse wird angeboten. Das Gemälde einer impressionistisch lichtdurchfluteten Szene am Hamburger Freihafen mit viel Rauch und Sonnenlicht des Malers Ulrich Hübner bildet einen weiteren Höhepunkt der Versteigerung. Auch mehrere qualitative Tuschezeichnungen des 18. Jahrhunderts, darunter eine Landschaftsvorstudie mit überhängendem Felsen von Johann Georg von Dillis, sowie satte japanische Farbholzschnitte stehen zur Offerte. Mit dem kunstvoll gestickten Haussegen und den darauf applizierten Bildnissen der ersten Sozialdemokraten August Bebel und Wilhelm Liebknecht sowie mit einer Reihe an Autogrammen sowjetischer Kosmonauten (darunter einige von Juri Gagarin) zieht ein Stück Geschichte in die Auktion ein. Ein weiteres Highlight bilden einige Lots aus dem Nachlass des Generalintendanten der Sächsischen Staatstheater Alfred Reucker, darunter eine Mappe mit Bühnenbildentwürfen für die Uraufführung von Richard Strauss` Oper "Intermezzo".