sowj. Kosmonauten

Alexei Leonow

Konvolut Autographen Walentina Tereschkowa u.a.

1960er Jahre, Fotografie | Papier

Losnummer: 3_131

Nachverkaufspreis: 200,00 €
zzgl. 28% Aufgeld
Gebot abgeben (über lot-tissimo)

Beschriftung
4 Fotografien mit 5 Signaturen, in roter, blauer, schwarzer Tinte sowie rotem und orangenem Farbstift.
Kontext
Autograph
Inhalt
9 Objekte: 5 Fotografien und Autogrammkarten mit den Signaturen Walentina Tereschkowas, Pawel Beljajews, Waleri Bykowskis, Alexej Leonows und Wladimir Aksjonows. beigegeben: 5 unsignierte Porträtfotografien: Gagarin, Tereschkowa, 3x Nikolajew.
Maße
14,5 x 22 cm

Zustand
9 Fotografien und Autogrammkarten, davon 4 mit 5 Signaturen. Die Unterschriften in blauer, schwarzer, roter und orangefarbener Tinte, gut erhalten und lesbar. Die Darstellungen mit leichten Oberflächenblessuren, etwas vergilbt, griffspurig, teils etwas gebogen, teils knickfaltig, blass stockfleckig, etwas angeschmutzt, die kanten bestoßen, verso teils Montierungsreste und Bereibungen. Sonst in gutem Zustand..
Provenienz
Aus Berliner Privatbesitz.

Vita Walentina Tereschkowa

Walentina Tereschkowa-Nikolajewa (geboren 1937 in Maslennikowo bei Tutajew, Oblast Jaroslawl, Russische SFSR) ist eine ehemalige sowjetische Kosmonautin. Sie war im Jahre 1963 die erste Frau im Weltraum und die einzige Frau in der Raumfahrtgeschichte, die auf einer Solo-Mission flog. Nach einer Ausbildung zur Textilarbeiterin absolvierte sie parallel eine technische Weiterbildung und engagierte sich intensiv im Fallschirmsport, in dem sie mehrere hundert Sprünge absolvierte. Diese paramilitärische Qualifikation war ein zentrales Auswahlkriterium für das sowjetische Raumfahrtprogramm, da die Wostok-Kapseln eine Fallschirmlandung erforderten. 1962 wurde Tereschkowa in das speziell gebildete weibliche Kosmonautenkorps der sowjetischen Luftstreitkräfte aufgenommen. Die Ausbildung war vollständig militärisch organisiert und umfasste Raumfahrttechnik, Flug- und Navigationstheorie, Zentrifugen- und Isolationstraining, Überlebenstraining sowie intensive medizinische Belastungstests. Sie erhielt den Rang eines Leutnants der sowjetischen Luftwaffe. Am 16. Juni 1963 startete Tereschkowa mit Wostok 6 und absolvierte als erste Frau im Weltraum einen nahezu dreitägigen Alleinraumflug. Die Mission lieferte wichtige medizinische und physiologische Daten und hatte hohe militärisch-strategische Bedeutung im Kontext des Kalten Krieges. Der Raumflug wurde als vollwertige militärische Dienstleistung gewertet. Tereschkowa blieb Berufsoffizierin, absolvierte später ein Ingenieurstudium an der Militärakademie für Luftfahrttechnik Schukowski und erreichte den Rang eines Generals der sowjetischen Luftstreitkräfte. Ihre Laufbahn verbindet technische Ausbildung, paramilitärische Qualifikation und eine Schlüsselrolle in der frühen bemannten Raumfahrt.

Vita Alexei Leonow

Alexei Archipowitsch Leonow (geboren 1934 in Listwjanka, Oblast Kemerowo, gestorben 2019 in Moskau) war ein sowjetischer Militärpilot, Kosmonaut und General der Luftstreitkräfte. Nach einer technischen Schulbildung trat er in die sowjetischen Luftstreitkräfte ein und absolvierte ab 1955 die Militärflugschule für Jagdflieger in Krementschug, die er 1957 als Leutnant und ausgebildeter Kampfpilot abschloss. Anschließend diente er als Jagdflieger und bewährte sich durch fliegerische Präzision, körperliche Belastbarkeit und technische Auffassungsgabe. 1960 wurde Leonow in das erste Kosmonautenkorps der sowjetischen Luftwaffe aufgenommen. Die militärisch strukturierte Ausbildung umfasste Hochleistungsflugtraining, Raumfahrtsysteme, Navigation, Fallschirmsprung- und Überlebenstraining sowie extreme medizinische Belastungstests. Aufgrund seiner fliegerischen Qualifikation wurde er als Missionsspezialist für komplexe Außenoperationen vorgesehen. Am 18. März 1965 nahm Leonow als Bordingenieur an der Mission Woschod 2 teil und führte den ersten Außenbordeinsatz (Weltraumausstieg) der Geschichte durch. Trotz lebensbedrohlicher Probleme beim Wiedereintritt in die Kapsel bewältigte er die Situation eigenständig, was als herausragende militärisch-technische Leistung gilt. 1975 kommandierte er die sowjetische Crew der Mission Sojus 19 im Rahmen des Apollo-Sojus-Testprojekts, der ersten gemeinsamen Raumfahrtmission der USA und der UdSSR. Leonow blieb Berufsoffizier, absolvierte ein Ingenieurstudium an der Militärakademie für Luftfahrttechnik Schukowski und erreichte den Rang eines Generalmajors der sowjetischen Luftstreitkräfte. Seine Laufbahn verbindet exzellente militärische Pilotenausbildung mit Schlüsseloperationen der bemannten Raumfahrt und bedeutenden Beiträgen zur militärisch-technischen Entwicklung des sowjetischen Raumfahrtprogramms.

Vita Pawel Beljajew

Pawel Iwanowitsch Beljajew (geboren 1925 in Tschelischtschewo, Oblast Wologda, gestorben 1970 in Moskau) war ein sowjetischer Militärpilot und Kosmonaut. Nach dem Eintritt in die sowjetische Marinefliegerei absolvierte er ab 1944 eine militärische Flugausbildung und wurde zum Marine-Jagdflieger ausgebildet. Im Zweiten Weltkrieg nahm er an Einsätzen im Fernen Osten teil und setzte nach Kriegsende seine fliegerische Qualifikation fort. Durch kontinuierliche Weiterbildung wurde er Testpilot, eine besonders anspruchsvolle militärische Verwendung, die hohe technische Kompetenz und fliegerische Präzision erforderte. 1960 wurde Beljajew in das Kosmonautenkorps der sowjetischen Streitkräfte aufgenommen. Die Ausbildung folgte streng militärischen Standards und umfasste Raumfahrtsysteme, Navigation, Hochleistungsflug, Überlebenstraining sowie medizinische Belastungstests. Trotz gesundheitlicher Rückschläge qualifizierte er sich als Kommandant einer bemannten Mission. Am 18. März 1965 startete Beljajew als Kommandant von Woschod 2. Während dieser Mission führte Alexei Leonow den ersten Außenbordeinsatz (Weltraumausstieg) der Geschichte durch. Nach technischen Problemen gelang Beljajew eine manuelle Landung, eine außergewöhnliche fliegerische Leistung, die seine militärische Ausbildung und Führungsfähigkeit unter Beweis stellte. Beljajew blieb Berufsoffizier, erreichte den Rang eines Obersten der sowjetischen Luftstreitkräfte und war an der Ausbildung nachfolgender Kosmonauten beteiligt. Seine Laufbahn ist geprägt von exzellenter militärischer Pilotenausbildung, Testflugerfahrung und entscheidenden Beiträgen zur frühen bemannten Raumfahrt.

Kontaktdaten
Frage zum Los

Wenn Sie wünschen, versenden wir ihr ersteigertes Los weltweit sicher verpackt und unter Angabe der Sendungsnummer an Sie. Der Versand erfolgt innerhalb von 2-4 Werktagen. Eine Abholung in der Friedrichstraße 232, 10969 Berlin (Räumlichkeiten Irrgang Fine Arts) ist zu den Öffnungszeiten bzw. zu einem vereinbarten Termin ebenfalls möglich.
Ihre Rechnung können Sie per Überweisung (Vorkasse) begleichen.

Der Verkaufspreis für dieses Los in Höhe von 266.64 € setzt sich zusammen aus:

  • Nachverkaufspreis (200.00 €)
  • Aufgeld 28% (56.00 €)
  • 19% MwSt. auf das Aufgeld (10.64 €)

Die Mehrwehrtsteuer wird auf der Rechnung gesondert ausgewiesen.

Über die Auktion

Nachverkauf 3. Auktion, 18. März -7. April 2026
Flanel Sago

Bis zum 7. April 2026 finden Sie hier den Nachverkauf nicht zugeschlagener Lose unserer 3. Auktion vom 14. März 2026. Die Gebotsabgabe findet über lot-tissimo statt.