Kosmonauten Gagarin, Nikolajew, Popowitsch und Titow

Pawel Popowitsch

Gruppenbild mit Autographen

1965, Fotografie | Papier

Losnummer: 3_124

Startpreis: 600,00 € Schätzpreis: 700,00 €

Beschriftung
Mit schwarzer und blauer Tinte unten signiert.
Kontext
Autograph
Inhalt
Gruppenfotografie mit den Autographen der Kosmonauten Juri Gagarin, Andrijan Nikolajew, Pawel Popowitsch und German Titow.
Maße
11 x 15,5 cm

Zustand
Die Schrift in schwarzer und blauer Tinte, stellenweise etwas verwischt, dennoch gut lesbar und erhalten. Die Darstellung mit leichten Oberflächenblessuren, ganz leicht vergilbt, vereinzelt blass stockfleckig, etwas griffspurig und gebogen, die Kanten bestoßen, verso angeschmutzt und mit Montierungsresten. Sonst in gutem Zustand.
Provenienz
Aus Berliner Privatbesitz.

Vita Pawel Popowitsch

Pawel Romanowitsch Popowitsch (geboren 1930 in Usin, Ukrainische SSR, gestorben 2009 in Gurzuf, Ukraine) war ein sowjetischer Militärpilot und Kosmonaut. Nach einer handwerklich-technischen Grundausbildung trat er in die sowjetischen Luftstreitkräfte ein und absolvierte die Militärflugschule für Jagdflieger, die er 1954 erfolgreich abschloss. In der Folge diente er als Kampfpilot, erwarb umfangreiche Flugerfahrung auf Strahlflugzeugen und qualifizierte sich durch hohe fliegerische Disziplin und technische Kompetenz. 1960 wurde Popowitsch in das erste Kosmonautenkorps der sowjetischen Luftwaffe aufgenommen. Die militärisch organisierte Ausbildung umfasste Hochleistungsflugtraining, Raumfahrtsysteme, Navigation, Fallschirmsprung- und Überlebenstraining sowie intensive medizinische Belastungstests. Aufgrund seiner fliegerischen Fähigkeiten und seiner Belastbarkeit wurde er für einen der frühen bemannten Raumflüge ausgewählt. Am 12. August 1962 startete Popowitsch mit Wostok 4 und absolvierte einen mehrtägigen Raumflug, der parallel zur Mission Wostok 3 durchgeführt wurde. Es handelte sich um den ersten formierten Doppelraumflug zweier bemannter Raumfahrzeuge, ein wichtiger militärisch-technischer Meilenstein. Seine zweite Mission führte Popowitsch 1974 als Kommandant von Sojus 14, einer militärisch ausgerichteten Mission im Rahmen des Almas-Programms, bei der Erdbeobachtung und Aufklärung im Vordergrund standen. Popowitsch blieb Berufsoffizier, erreichte den Rang eines Generals der sowjetischen Luftstreitkräfte und war anschließend in leitenden Funktionen der militärischen Raumfahrtorganisation tätig. Seine Laufbahn ist geprägt durch eine klassische militärische Pilotenausbildung, frühe Schlüsselmissionen der bemannten Raumfahrt und einen wesentlichen Beitrag zur militärischen Nutzung des Weltraums.

Vita Andrijan Nikolajew

Andrijan Grigorjewitsch Nikolajew (geboren 1929 in Schorschely, Tschuwaschische ASSR, gestorben 2004 in Moskau) war ein sowjetischer Militärpilot und Kosmonaut. Nach einer technischen Grundausbildung trat er in die sowjetischen Luftstreitkräfte ein und absolvierte ab 1950 die Militärflugschule, die er als Jagdpilot abschloss. In den folgenden Jahren diente er als Front- und Einsatzpilot und erwarb umfassende Erfahrung im Flugbetrieb unter militärischen Bedingungen. 1960 wurde Nikolajew in das erste Kosmonautenkorps der sowjetischen Luftwaffe aufgenommen. Die Ausbildung war streng militärisch geprägt und umfasste Hochleistungsflugtraining, Raumfahrttechnik, Navigation, Fallschirmsprünge, Überlebenstraining sowie medizinisch-physische Belastungstests. Aufgrund seiner körperlichen Belastbarkeit und fliegerischen Zuverlässigkeit wurde er als Pilot für einen Langzeitraumflug ausgewählt. Am 11. August 1962 startete Nikolajew mit Wostok 3 und absolvierte als erster Mensch einen mehrtägigen Raumflug (vier Tage), der entscheidende Erkenntnisse über die Auswirkungen längerer Schwerelosigkeit auf den menschlichen Organismus lieferte. 1970 folgte seine zweite Mission Sojus 9, die mit fast 18 Tagen einen neuen Langzeitrekord aufstellte und für die militärisch-strategische Raumfahrt von großer Bedeutung war. Nikolajew blieb Berufsoffizier, erreichte den Rang eines Generals der sowjetischen Luftstreitkräfte und war in der Ausbildung und Auswahl nachfolgender Kosmonautengenerationen tätig. Seine Leistungen gelten als zentral für die Entwicklung der sowjetischen Langzeitraumfahrt und deren militärisch-technische Absicherung.

Kontaktdaten
Frage zum Los

Die Auktion findet am Samstag, den 14. März 2026 um 14 Uhr in den Räumlichkeiten von Irrgang Fine Arts, Friedrichstraße 232, 10969 Berlin statt. Alle Lose werden vom 2. bis zum 13. März am selben Ort zur Vorbesichtigung ausgestellt. Seien Sie herzlich zum Empfang am 27. Februar um 17 Uhr und anschließend von Montag bis Freitag zwischen 11 und 17 Uhr eingeladen, sich die Objekte persönlich anzuschauen. Bitte beachten Sie, dass bei grafischen Arbeiten auf Papier eine Terminabsprache unter Angabe der Losnummern, die von Interesse sind, erforderlich ist. Schreiben Sie uns dafür gerne eine Email an auktionshaus@flanelsago.de – unser Team stellt die entsprechenden Blätter dann zur Besichtigung bereit und steht Ihnen auch sonst gerne bei Fragen zur Verfügung.

Sie haben folgende Möglichkeiten an der Auktion teilzunehmen:

Persönliches Bieten

Während der Auktion geben Sie Ihre Gebote in unseren Räumlichkeiten direkt an den Auktionator ab. Um persönlich an der Auktion teilnehmen zu können registrieren Sie sich vor der Auktion mit einem gültigen Personalausweis oder Reisepass und erhalten dann eine Bieternummer. Eine Teilnahme an der Auktion ohne Bieternummer ist nicht möglich. Aufgrund limitierter Sitzplätze im Saal bitten wir Sie, sich bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion bei uns unter auktionshaus@flanelsago.de anzumelden. 

Schriftliches Bieten (Vorgebote)

Gerne nehmen wir Ihre Gebote auch schon vor der Auktion schriftlich entgegen. Schreiben Sie uns dafür bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion eine Email an auktionshaus@flanelsago.de mit folgenden Angaben: Name, Adresse, Telefonnummer, Losnummer sowie Ihrem Höchstgebot. Bitte fügen Sie eine Kopie Ihres Ausweises an. Ihre Höchstgebote werden während der Auktion nur so weit wahrgenommen, wie es der Gang der Versteigerung notwendig macht.

Telefonbieten

Um sich für das telefonische Bieten anzumelden, schreiben Sie uns bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion eine Email an auktionshaus@flanelsago.de mit folgenden Angaben: Name, Adresse, Telefonnummer, sowie der Losnummer für die Sie mitbieten möchten. Bitte fügen Sie außerdem eine Kopie Ihres Ausweises an. Wir werden Sie dann während der Auktion rechtzeitig anrufen und Ihre Gebote im Saal an den Auktionator weitergeben. Bitte beachten Sie, dass wir für Übermittlungsfehler keine Haftung übernehmen.

Online-Bieten im Livestream

Über unsere Partnerplattform Lot-Issimo (Auction Technology Group German GmbH) können Sie online an der Auktion teilnehmen. Bei Geboten über Lot-tissimo berechnen wir das gleiche Aufgeld wie im Saal. Bitte beachten Sie, dass Sie sich für das Online-Bieten bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion registrieren müssen. Dafür benötigen wir eine Kopie eines gültigen Personalausweises.

Durch die Abgabe eines Gebots erkennen Sie unsere Versteigerungsbedingungen an.

Bei unseren Auktionen fällt zusätzlich zum Hammerpreis ein Aufgeld in Höhe von 25% zuzüglich 19% Mehrwehrtsteuer an.

Über die Auktion

3. Auktion, Samstag 14. März 2026 | 14:00 Uhr
Friedrichstraße 232, 10969 Berlin

Einen Schwerpunkt dieser Auktion bilden Fotografien von Jean Tinguely und seinen Werken, eines der raren abstrakten Fotogramme der surrealistischen Lyrikerin Anneliese Hager und Sammlungen von Albuminabzügen Giorgio Sommers und Wilhelm Plüschows. Herausragend und selten auf dem Auktionsmarkt sind Zeichnungen der Dresdner Malerin Paula Lauenstein. Eines ihrer eindrucksvollen Selbstbildnisse wird angeboten. Das Gemälde einer impressionistisch lichtdurchfluteten Szene am Hamburger Freihafen mit viel Rauch und Sonnenlicht des Malers Ulrich Hübner bildet einen weiteren Höhepunkt der Versteigerung. Auch mehrere qualitative Tuschezeichnungen des 18. Jahrhunderts, darunter eine Landschaftsvorstudie mit überhängendem Felsen von Johann Georg von Dillis, sowie satte japanische Farbholzschnitte stehen zur Offerte. Mit dem kunstvoll gestickten Haussegen und den darauf applizierten Bildnissen der ersten Sozialdemokraten August Bebel und Wilhelm Liebknecht sowie mit einer Reihe an Autogrammen sowjetischer Kosmonauten (darunter einige von Juri Gagarin) zieht ein Stück Geschichte in die Auktion ein. Ein weiteres Highlight bilden einige Lots aus dem Nachlass des Generalintendanten der Sächsischen Staatstheater Alfred Reucker, darunter eine Mappe mit Bühnenbildentwürfen für die Uraufführung von Richard Strauss` Oper "Intermezzo".