Kosmonauten Nikolajew und Popowitsch

Andrijan Nikolajew

Gruppenbild mit Autographen

1965, Fotodruck | Papier

Losnummer: 3_125

Startpreis: 100,00 € Schätzpreis: 200,00 €

Beschriftung
Mit schwarzer und blauer Tinte unten signiert.
Kontext
Autograph
Inhalt
Autogrammkarte mit den Autographen der Kosmonauten Andrijan Nikolajew und Pawel Popowitsch. Aus dem Nachlass eines Angestellten des Schlosses Schönhausen, das in der DDR als Unterkunft für hohe Staatsgäste fungierte.
Maße
15 x 10 cm

Zustand
Die Schrift in schwarzer und blauer Tinte, stellenweise etwas verwischt, dennoch gut lesbar und erhalten. Die Darstellung mit leichten Oberflächenblessuren, ganz leicht vergilbt, vereinzelt blass stockfleckig, etwas griffspurig und gebogen, die Kanten bestoßen, verso angeschmutzt und mit Montierungsresten. Sonst in gutem Zustand.
Provenienz
Aus Berliner Privatbesitz.

Vita Pawel Popowitsch

Juri Alexejewitsch Gagarin (geboren 1934 in Kluschino bei Gschatsk, gestorben 1968 bei Nowosjolowo, Oblast Wladimir) war ein sowjetischer Pilot und Kosmonaut und der erste Mensch im Weltraum. Er studierte am Industrietechnikum in Saratow und erhielt dort 1955 ein Diplom als Gießereitechniker, zeitgleich absolvierte er ab 1955 die Militärflugschule in Orenburg, die er 1957 als Kampfpilot der sowjetischen Luftstreitkräfte abschloss. Anschließend diente er als Jagdflieger in der Nordflotte, wo er sich durch hohe fliegerische Disziplin und Belastbarkeit auszeichnete. 1960 wurde Gagarin aus mehreren tausend Bewerbern in das erste sowjetische Kosmonauten-Korps aufgenommen. Er durchlief eine intensive Ausbildung in Raumfahrtmedizin, Technik, Navigation und Zentrifugentraining. Am 12. April 1961 startete er mit der Raumkapsel Wostok 1 zu einem Erdumlauf und schrieb Geschichte als erster Mensch im All. Der Flug dauerte 108 Minuten und machte Gagarin weltweit bekannt. In der Folge übernahm er repräsentative Aufgaben für das sowjetische Raumfahrtprogramm, absolvierte jedoch parallel eine weiterführende ingenieurwissenschaftliche Ausbildung an der Militärakademie für Luftfahrttechnik Schukowski, die er 1968 abschloss. Gagarin war bis 1963 Kommandeur der sowjetischen Kosmonautengruppe und studierte danach an der Militärakademie für Ingenieure der Luftstreitkräfte „Prof. N. J. Schukowski“. Er war 1967 beim Flug von Sojus 1 als Ersatzpilot für Wladimir Michailowitsch Komarow vorgesehen – dieser kam bei der Mission ums Leben. Am 27. März 1968 verunglückte Gagarin im Alter von 34 Jahren bei einem Übungsflug mit einer MiG-15UTI tödlich. Seine Leistungen wurden mit höchsten sowjetischen Auszeichnungen geehrt, darunter der Titel Held der Sowjetunion.

Vita Andrijan Nikolajew

Andrijan Grigorjewitsch Nikolajew (geboren 1929 in Schorschely, Tschuwaschische ASSR, gestorben 2004 in Moskau) war ein sowjetischer Militärpilot und Kosmonaut. Nach einer technischen Grundausbildung trat er in die sowjetischen Luftstreitkräfte ein und absolvierte ab 1950 die Militärflugschule, die er als Jagdpilot abschloss. In den folgenden Jahren diente er als Front- und Einsatzpilot und erwarb umfassende Erfahrung im Flugbetrieb unter militärischen Bedingungen. 1960 wurde Nikolajew in das erste Kosmonautenkorps der sowjetischen Luftwaffe aufgenommen. Die Ausbildung war streng militärisch geprägt und umfasste Hochleistungsflugtraining, Raumfahrttechnik, Navigation, Fallschirmsprünge, Überlebenstraining sowie medizinisch-physische Belastungstests. Aufgrund seiner körperlichen Belastbarkeit und fliegerischen Zuverlässigkeit wurde er als Pilot für einen Langzeitraumflug ausgewählt. Am 11. August 1962 startete Nikolajew mit Wostok 3 und absolvierte als erster Mensch einen mehrtägigen Raumflug (vier Tage), der entscheidende Erkenntnisse über die Auswirkungen längerer Schwerelosigkeit auf den menschlichen Organismus lieferte. 1970 folgte seine zweite Mission Sojus 9, die mit fast 18 Tagen einen neuen Langzeitrekord aufstellte und für die militärisch-strategische Raumfahrt von großer Bedeutung war. Nikolajew blieb Berufsoffizier, erreichte den Rang eines Generals der sowjetischen Luftstreitkräfte und war in der Ausbildung und Auswahl nachfolgender Kosmonautengenerationen tätig. Seine Leistungen gelten als zentral für die Entwicklung der sowjetischen Langzeitraumfahrt und deren militärisch-technische Absicherung.

Kontaktdaten
Frage zum Los

Die Auktion findet am Samstag, den 14. März 2026 um 14 Uhr in den Räumlichkeiten von Irrgang Fine Arts, Friedrichstraße 232, 10969 Berlin statt. Alle Lose werden vom 2. bis zum 9. März am selben Ort zur Vorbesichtigung ausgestellt. Seien Sie herzlich zum Empfang am 27. Februar um 17 Uhr und anschließend von Montag bis Freitag zwischen 10 und 17 Uhr eingeladen, sich die Objekte persönlich anzuschauen. Bitte beachten Sie, dass bei grafischen Arbeiten auf Papier eine Terminabsprache unter Angabe der Losnummern, die von Interesse sind, erforderlich ist. Schreiben Sie uns dafür gerne eine Email an auktionshaus@flanelsago.de – unser Team stellt die entsprechenden Blätter dann zur Besichtigung bereit und steht Ihnen auch sonst gerne bei Fragen zur Verfügung.

Sie haben folgende Möglichkeiten an der Auktion teilzunehmen:

Persönliches Bieten

Während der Auktion geben Sie Ihre Gebote in unseren Räumlichkeiten direkt an den Auktionator ab. Um persönlich an der Auktion teilnehmen zu können registrieren Sie sich vor der Auktion mit einem gültigen Personalausweis oder Reisepass und erhalten dann eine Bieternummer. Eine Teilnahme an der Auktion ohne Bieternummer ist nicht möglich. Aufgrund limitierter Sitzplätze im Saal bitten wir Sie, sich bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion bei uns unter auktionshaus@flanelsago.de anzumelden. 

Schriftliches Bieten (Vorgebote)

Gerne nehmen wir Ihre Gebote auch schon vor der Auktion schriftlich entgegen. Schreiben Sie uns dafür bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion eine Email an auktionshaus@flanelsago.de mit folgenden Angaben: Name, Adresse, Telefonnummer, Losnummer sowie Ihrem Höchstgebot. Bitte fügen Sie eine Kopie Ihres Ausweises an. Ihre Höchstgebote werden während der Auktion nur so weit wahrgenommen, wie es der Gang der Versteigerung notwendig macht.

Telefonbieten

Um sich für das telefonische Bieten anzumelden, schreiben Sie uns bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion eine Email an auktionshaus@flanelsago.de mit folgenden Angaben: Name, Adresse, Telefonnummer, sowie der Losnummer für die Sie mitbieten möchten. Bitte fügen Sie außerdem eine Kopie Ihres Ausweises an. Wir werden Sie dann während der Auktion rechtzeitig anrufen und Ihre Gebote im Saal an den Auktionator weitergeben. Bitte beachten Sie, dass wir für Übermittlungsfehler keine Haftung übernehmen.

Online-Bieten im Livestream

Über unsere Partnerplattform Lot-Issimo (Auction Technology Group German GmbH) können Sie online an der Auktion teilnehmen. Bei Geboten über Lot-tissimo berechnen wir das gleiche Aufgeld wie im Saal. Bitte beachten Sie, dass Sie sich für das Online-Bieten bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion registrieren müssen. Dafür benötigen wir eine Kopie eines gültigen Personalausweises.

Durch die Abgabe eines Gebots erkennen Sie unsere Versteigerungsbedingungen an.

Bei unseren Auktionen fällt zusätzlich zum Hammerpreis ein Aufgeld in Höhe von 25% zuzüglich 19% Mehrwehrtsteuer an.

Über die Auktion

3. Auktion, Samstag 14. März 2026 | 14:00 Uhr
Friedrichstraße 232, 10969 Berlin

Einen Schwerpunkt dieser Auktion bilden Fotografien von Jean Tinguely und seinen Werken, eines der raren abstrakten Fotogramme der surrealistischen Lyrikerin Anneliese Hager und Sammlungen von Albuminabzügen Giorgio Sommers und Wilhelm Plüschows. Herausragend und selten auf dem Auktionsmarkt sind Zeichnungen der Dresdner Malerin Paula Lauenstein. Eines ihrer eindrucksvollen Selbstbildnisse wird angeboten. Das Gemälde einer impressionistisch lichtdurchfluteten Szene am Hamburger Freihafen mit viel Rauch und Sonnenlicht des Malers Ulrich Hübner bildet einen weiteren Höhepunkt der Versteigerung. Auch mehrere qualitative Tuschezeichnungen des 18. Jahrhunderts, darunter eine Landschaftsvorstudie mit überhängendem Felsen von Johann Georg von Dillis, sowie satte japanische Farbholzschnitte stehen zur Offerte. Mit dem kunstvoll gestickten Haussegen und den darauf applizierten Bildnissen der ersten Sozialdemokraten August Bebel und Wilhelm Liebknecht sowie mit einer Reihe an Autogrammen sowjetischer Kosmonauten (darunter einige von Juri Gagarin) zieht ein Stück Geschichte in die Auktion ein. Ein weiteres Highlight bilden einige Lots aus dem Nachlass des Generalintendanten der Sächsischen Staatstheater Alfred Reucker, darunter eine Mappe mit Bühnenbildentwürfen für die Uraufführung von Richard Strauss` Oper "Intermezzo".