Friedrich und Ottilie Brockmann

Schreckenstein bei Aussig

Um 1880, Fotografie | Albuminabzug

Losnummer: 3_015

Startpreis: 40,00 € Schätzpreis: 60,00 €

Beschreibung
Ansicht der hoch gelegenen Burg Schreckenstein (Burg St?ekov) bei Aussig (Ústí nad Labem) in der Böhmischen Schweiz in Tschechien mit der Elbe im Vordergrund bei niedrigem Wasserstand und breitem Ufer.
Beschriftung
Im unteren rechten Eck mit dem blindgeprägten Fotografenstempel "F. & O. Brockmann’s Nachf. R. Tamme Dresden" sowie im Negativ darüber bezeichnet "60. Böhm. Schweiz. Schreckenstein bei Aussig.".
Maße
20 x 28 cm (Träger 32 x 40 cm)

Zustand
Der Abzug ist vollständig auf einen Trägerkarton aufgezogen. Etwas gebräunt und braunfleckig. Im Übrigen gut erhalten.
Provenienz
Aus brandenburgischem Privatbesitz.

Vita Friedrich und Ottilie Brockmann

Friedrich Christian Ferdinand Brockmann (geboren 1809 in Güstrow; gestorben 1886 in Dresden) war ein deutscher Historien- und Porträtmaler sowie Fotograf. Nach Studienjahren an der Preußischen Akademie der Künste in Berlin (1827–1829) und an der Kunstakademie Düsseldorf (1829/1830) sowie einem Paris-Aufenthalt im Umfeld der École des Beaux-Arts und des Ateliers von Paul Delaroche arbeitete er ab 1839 in Dresden als Porträtmaler und wandte sich in den 1850er Jahren zunehmend der Fotografie zu. 1854 eröffnete er in Dresden gemeinsam mit seiner Ehefrau Ottilie Brockmann (1811-1869) das Fotoatelier „F. & O. Brockmann“, das in Sammlungen und Katalogen als fotografischer Produzent und zugleich als Verlag geführt wird. 1865 kam ein eigener Verlag „F. & O. Brockmann“ hinzu, der ab 1869 durch den Schwiegersohn Rudolph Tamme weitergeführt wurde (häufig als „F. & O. Brockmann’s Nachfolger“). Ottilie Brockmann ist in den Quellen vor allem als Mitinhaberin und Miturheberin des Ateliers sichtbar. Unter der gemeinsamen Signatur „F. & O. Brockmann“ bzw. als „Brockmann, Friedrich & Ottilie“ sind zahlreiche Arbeiten überliefert und in Museumsdatenbanken dokumentiert. Dort erscheint das Paar/Atelier als in Dresden tätig, mit einem klar fassbaren Schwerpunkt in den Jahren 1854 bis 1869. Inhaltlich umfasst das Werk des Ateliers sowohl Porträtfotografie (u. a. von Dresdner Persönlichkeiten) als auch Stadt- und Architekturaufnahmen sowie Reproduktionsfotografie von Kunstwerken.

Kontaktdaten
Frage zum Los

Die Auktion findet am Samstag, den 14. März 2026 um 14 Uhr in den Räumlichkeiten von Irrgang Fine Arts, Friedrichstraße 232, 10969 Berlin statt. Alle Lose werden vom 2. bis zum 13. März am selben Ort zur Vorbesichtigung ausgestellt. Seien Sie herzlich zum Empfang am 27. Februar um 17 Uhr und anschließend von Montag bis Freitag zwischen 11 und 17 Uhr eingeladen, sich die Objekte persönlich anzuschauen. Bitte beachten Sie, dass bei grafischen Arbeiten auf Papier eine Terminabsprache unter Angabe der Losnummern, die von Interesse sind, erforderlich ist. Schreiben Sie uns dafür gerne eine Email an auktionshaus@flanelsago.de – unser Team stellt die entsprechenden Blätter dann zur Besichtigung bereit und steht Ihnen auch sonst gerne bei Fragen zur Verfügung.

Sie haben folgende Möglichkeiten an der Auktion teilzunehmen:

Persönliches Bieten

Während der Auktion geben Sie Ihre Gebote in unseren Räumlichkeiten direkt an den Auktionator ab. Um persönlich an der Auktion teilnehmen zu können registrieren Sie sich vor der Auktion mit einem gültigen Personalausweis oder Reisepass und erhalten dann eine Bieternummer. Eine Teilnahme an der Auktion ohne Bieternummer ist nicht möglich. Aufgrund limitierter Sitzplätze im Saal bitten wir Sie, sich bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion bei uns unter auktionshaus@flanelsago.de anzumelden. 

Schriftliches Bieten (Vorgebote)

Gerne nehmen wir Ihre Gebote auch schon vor der Auktion schriftlich entgegen. Schreiben Sie uns dafür bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion eine Email an auktionshaus@flanelsago.de mit folgenden Angaben: Name, Adresse, Telefonnummer, Losnummer sowie Ihrem Höchstgebot. Bitte fügen Sie eine Kopie Ihres Ausweises an. Ihre Höchstgebote werden während der Auktion nur so weit wahrgenommen, wie es der Gang der Versteigerung notwendig macht.

Telefonbieten

Um sich für das telefonische Bieten anzumelden, schreiben Sie uns bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion eine Email an auktionshaus@flanelsago.de mit folgenden Angaben: Name, Adresse, Telefonnummer, sowie der Losnummer für die Sie mitbieten möchten. Bitte fügen Sie außerdem eine Kopie Ihres Ausweises an. Wir werden Sie dann während der Auktion rechtzeitig anrufen und Ihre Gebote im Saal an den Auktionator weitergeben. Bitte beachten Sie, dass wir für Übermittlungsfehler keine Haftung übernehmen.

Online-Bieten im Livestream

Über unsere Partnerplattform Lot-Issimo (Auction Technology Group German GmbH) können Sie online an der Auktion teilnehmen. Bei Geboten über Lot-tissimo berechnen wir das gleiche Aufgeld wie im Saal. Bitte beachten Sie, dass Sie sich für das Online-Bieten bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion registrieren müssen. Dafür benötigen wir eine Kopie eines gültigen Personalausweises.

Durch die Abgabe eines Gebots erkennen Sie unsere Versteigerungsbedingungen an.

Bei unseren Auktionen fällt zusätzlich zum Hammerpreis ein Aufgeld in Höhe von 25% zuzüglich 19% Mehrwehrtsteuer an.

Über die Auktion

3. Auktion, Samstag 14. März 2026 | 14:00 Uhr
Friedrichstraße 232, 10969 Berlin

Einen Schwerpunkt dieser Auktion bilden Fotografien von Jean Tinguely und seinen Werken, eines der raren abstrakten Fotogramme der surrealistischen Lyrikerin Anneliese Hager und Sammlungen von Albuminabzügen Giorgio Sommers und Wilhelm Plüschows. Herausragend und selten auf dem Auktionsmarkt sind Zeichnungen der Dresdner Malerin Paula Lauenstein. Eines ihrer eindrucksvollen Selbstbildnisse wird angeboten. Das Gemälde einer impressionistisch lichtdurchfluteten Szene am Hamburger Freihafen mit viel Rauch und Sonnenlicht des Malers Ulrich Hübner bildet einen weiteren Höhepunkt der Versteigerung. Auch mehrere qualitative Tuschezeichnungen des 18. Jahrhunderts, darunter eine Landschaftsvorstudie mit überhängendem Felsen von Johann Georg von Dillis, sowie satte japanische Farbholzschnitte stehen zur Offerte. Mit dem kunstvoll gestickten Haussegen und den darauf applizierten Bildnissen der ersten Sozialdemokraten August Bebel und Wilhelm Liebknecht sowie mit einer Reihe an Autogrammen sowjetischer Kosmonauten (darunter einige von Juri Gagarin) zieht ein Stück Geschichte in die Auktion ein. Ein weiteres Highlight bilden einige Lots aus dem Nachlass des Generalintendanten der Sächsischen Staatstheater Alfred Reucker, darunter eine Mappe mit Bühnenbildentwürfen für die Uraufführung von Richard Strauss` Oper "Intermezzo".