Freimund Edlich

Blick vom Ferdinandsteine

1881, Fotografie | Albuminabzug

Losnummer: 3_014

Startpreis: 50,00 € Schätzpreis: 70,00 €

Beschreibung
Eindrucksvoller Blick vom Ferdinandstein bei der Bastei im Elbsandsteingebirge in den Wehlgrund (Sächsische Schweiz), der Hintergrund in Unschärfe verlaufend.
Beschriftung
Im rechten unteren Eck des Abzuges im Negativ bezeichnet "F. Edlich Dresden 1881". Am unteren Rand des Kartonträgers handschriftlich in Feder betitelt "Blick vom Ferdinandsteine bei der Bastei in den Wehlegrund".
Maße
23 x 29,5 cm (Träger 32 x 40 cm)

Zustand
Der Abzug ist vollständig auf einen Trägerkarton aufgezogen. Gering gebräunt bzw. gegilbt sowie partiell etwas braunfleckig. Im Übrigen wohl erhalten.
Provenienz
Aus brandenburgischem Privatbesitz.

Vita Freimund Edlich

Freimund Leberecht Gottwald Edlich (geboren 1836 in Miltitz; gestorben 1891 in Dresden) war ein deutscher Landschaftsmaler, Fotograf und Botaniker. Ab etwa 1860 wirkte er in Dresden als naturwissenschaftlicher und landschaftlicher Zeichner bzw. Maler und parallel als Fotograf. Wohl ab 1862/1863 leitete er das photographische Atelier von Ferdinand Hecker. Ab 1863 betrieb Edlich eigene Ateliers an wechselnden Dresdner Adressen und firmierte auf seinen Arbeiten teils auch als „Photo und Verlag“. Nach seinem Tod führte seine Witwe Ida Auguste Edlich das fotografische Geschäft weiter. In Sammlungsdaten ist das „Atelier Edlich“ noch bis in die Zeit nach 1890 als tätig nachweisbar. Neben der Fotografie beschäftigte sich Edlich intensiv mit Botanik: 1868 wurde er Mitglied der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft „Isis“ in Dresden und veröffentlichte im selben Jahr eine botanische Abhandlung („Über die Bildung der Farrenwedel“) mit farblithografischen Tafeln. 1869 wurde er in die Leopoldina aufgenommen. Fotohistorisch ist Edlich vor allem für Stadt- und Architekturdokumentationen Dresdens sowie für seine Landschaftsfotografie bekannt, besonders aus der Sächsischen und Böhmischen Schweiz und dem Osterzgebirge. Seine Arbeiten sind überwiegend als Albuminpapierabzüge überliefert.

Kontaktdaten
Frage zum Los

Die Auktion findet am Samstag, den 14. März 2026 um 14 Uhr in den Räumlichkeiten von Irrgang Fine Arts, Friedrichstraße 232, 10969 Berlin statt. Alle Lose werden vom 2. bis zum 13. März am selben Ort zur Vorbesichtigung ausgestellt. Seien Sie herzlich zum Empfang am 27. Februar um 17 Uhr und anschließend von Montag bis Freitag zwischen 11 und 17 Uhr eingeladen, sich die Objekte persönlich anzuschauen. Bitte beachten Sie, dass bei grafischen Arbeiten auf Papier eine Terminabsprache unter Angabe der Losnummern, die von Interesse sind, erforderlich ist. Schreiben Sie uns dafür gerne eine Email an auktionshaus@flanelsago.de – unser Team stellt die entsprechenden Blätter dann zur Besichtigung bereit und steht Ihnen auch sonst gerne bei Fragen zur Verfügung.

Sie haben folgende Möglichkeiten an der Auktion teilzunehmen:

Persönliches Bieten

Während der Auktion geben Sie Ihre Gebote in unseren Räumlichkeiten direkt an den Auktionator ab. Um persönlich an der Auktion teilnehmen zu können registrieren Sie sich vor der Auktion mit einem gültigen Personalausweis oder Reisepass und erhalten dann eine Bieternummer. Eine Teilnahme an der Auktion ohne Bieternummer ist nicht möglich. Aufgrund limitierter Sitzplätze im Saal bitten wir Sie, sich bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion bei uns unter auktionshaus@flanelsago.de anzumelden. 

Schriftliches Bieten (Vorgebote)

Gerne nehmen wir Ihre Gebote auch schon vor der Auktion schriftlich entgegen. Schreiben Sie uns dafür bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion eine Email an auktionshaus@flanelsago.de mit folgenden Angaben: Name, Adresse, Telefonnummer, Losnummer sowie Ihrem Höchstgebot. Bitte fügen Sie eine Kopie Ihres Ausweises an. Ihre Höchstgebote werden während der Auktion nur so weit wahrgenommen, wie es der Gang der Versteigerung notwendig macht.

Telefonbieten

Um sich für das telefonische Bieten anzumelden, schreiben Sie uns bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion eine Email an auktionshaus@flanelsago.de mit folgenden Angaben: Name, Adresse, Telefonnummer, sowie der Losnummer für die Sie mitbieten möchten. Bitte fügen Sie außerdem eine Kopie Ihres Ausweises an. Wir werden Sie dann während der Auktion rechtzeitig anrufen und Ihre Gebote im Saal an den Auktionator weitergeben. Bitte beachten Sie, dass wir für Übermittlungsfehler keine Haftung übernehmen.

Online-Bieten im Livestream

Über unsere Partnerplattform Lot-Issimo (Auction Technology Group German GmbH) können Sie online an der Auktion teilnehmen. Bei Geboten über Lot-tissimo berechnen wir das gleiche Aufgeld wie im Saal. Bitte beachten Sie, dass Sie sich für das Online-Bieten bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion registrieren müssen. Dafür benötigen wir eine Kopie eines gültigen Personalausweises.

Durch die Abgabe eines Gebots erkennen Sie unsere Versteigerungsbedingungen an.

Bei unseren Auktionen fällt zusätzlich zum Hammerpreis ein Aufgeld in Höhe von 25% zuzüglich 19% Mehrwehrtsteuer an.

Über die Auktion

3. Auktion, Samstag 14. März 2026 | 14:00 Uhr
Friedrichstraße 232, 10969 Berlin

Einen Schwerpunkt dieser Auktion bilden Fotografien von Jean Tinguely und seinen Werken, eines der raren abstrakten Fotogramme der surrealistischen Lyrikerin Anneliese Hager und Sammlungen von Albuminabzügen Giorgio Sommers und Wilhelm Plüschows. Herausragend und selten auf dem Auktionsmarkt sind Zeichnungen der Dresdner Malerin Paula Lauenstein. Eines ihrer eindrucksvollen Selbstbildnisse wird angeboten. Das Gemälde einer impressionistisch lichtdurchfluteten Szene am Hamburger Freihafen mit viel Rauch und Sonnenlicht des Malers Ulrich Hübner bildet einen weiteren Höhepunkt der Versteigerung. Auch mehrere qualitative Tuschezeichnungen des 18. Jahrhunderts, darunter eine Landschaftsvorstudie mit überhängendem Felsen von Johann Georg von Dillis, sowie satte japanische Farbholzschnitte stehen zur Offerte. Mit dem kunstvoll gestickten Haussegen und den darauf applizierten Bildnissen der ersten Sozialdemokraten August Bebel und Wilhelm Liebknecht sowie mit einer Reihe an Autogrammen sowjetischer Kosmonauten (darunter einige von Juri Gagarin) zieht ein Stück Geschichte in die Auktion ein. Ein weiteres Highlight bilden einige Lots aus dem Nachlass des Generalintendanten der Sächsischen Staatstheater Alfred Reucker, darunter eine Mappe mit Bühnenbildentwürfen für die Uraufführung von Richard Strauss` Oper "Intermezzo".