Willi Baumeister

Siduri

1946, Lithographie | Papier

Losnummer: 3_108

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Beschreibung
Lithographie über zarter Tonplatte, noch vor der Auflage auf starkem Papier. Szene zum Gilgamesch-Epos - zu dem Baumeister mehrere Werke schuf - mit archaisch anmutenden Figuren, in der Siduri auf Gilgamesch trifft. Motivische Vorlage ist eine Kohlezeichnung "Gilgamesch LVII" von 1943.
Beschriftung
Am unteren Rand handschriftlich in Blei signiert "Baumeister" sowie als "Orig.[inal] Litho[graphie]" bezeichnet.
Maße
33,5 x 42,3 cm

Zustand
Das Blatt ist altersbedingt gebräunt, partiell etwas braunfleckig. Mit mehreren hinterlegten Einrissen, ein durchgängiger Riss. Die Ecken mit kleinen Löchlein von Reißzwecken. Rückseitig umlaufend mit Papierstreifen hinterlegt.
Provenienz
Aus Berliner Privatbesitz.

Vita Willi Baumeister

Willi Baumeister (eigentlich Friedrich Wilhelm Baumeister, geboren 1889 in Stuttgart; gestorben 1955 ebenda) war ein deutscher Maler, Grafiker, Typograf, Bühnenbildner, Kunsttheoretiker und Hochschullehrer und zählt zu den prägenden Vertretern der klassischen Moderne und der abstrakten Kunst in Deutschland. Er studierte an der Stuttgarter Kunstakademie und setzte seine Ausbildung u. a. in der Komponierklasse von Adolf Hölzel fort. Frühe Kontakte zur europäischen Avantgarde entstanden durch Aufenthalte und Studien in Paris. Nach dem Ersten Weltkrieg schloss er sich der Novembergruppe an und war Mitbegründer der Stuttgarter Künstlergruppe „Üecht“. Eine zentrale Station seiner Laufbahn waren die Frankfurter Jahre: Ab 1928 lehrte Baumeister an der Städtischen Kunstgewerbeschule (später Städelschule) in Frankfurt am Main, wo er insbesondere eine Klasse für Werbegrafik und Typografie leitete (später übernahm er zusätzlich weitere Fächer). 1933 wurde er im Zuge der nationalsozialistischen Machtübernahme aus dem Lehramt entlassen und kehrte nach Stuttgart zurück. Baumeisters Werk wurde im NS-Staat diffamiert. 1937 waren Arbeiten von ihm in der Propagandaausstellung „Entartete Kunst“ vertreten, 1941 erhielt er ein Mal- und Ausstellungsverbot. Nach 1945 gewann Baumeister rasch wieder öffentliche Präsenz und internationale Anerkennung. 1946 wurde er Professor für Malerei an der Kunstakademie Stuttgart, 1947 erschien seine kunsttheoretische Schrift „Das Unbekannte in der Kunst“, und 1949 gehörte er zu den Mitbegründern der Künstlergruppe ZEN 49.

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Über die Auktion

Nachverkauf 3. Auktion, 18. März -7. April 2026
Flanel Sago

Bis zum 7. April 2026 finden Sie hier den Nachverkauf nicht zugeschlagener Lose unserer 3. Auktion vom 14. März 2026. Die Gebotsabgabe findet über lot-tissimo statt.