Karl Otto Götz

DAPHNIS UND CHLOE

1947, Holzschnitt | Papier

Losnummer: 3_093

Verkauft für: 62,00 €
inkl. Aufgeld

Beschreibung
Chloe und Daphnis als abstrahierte Figuren bzw. als Steinböcke.
Beschriftung
Unterhalb der Darstellung handschriftlich in Blei signiert und datiert "Götz [19]47" sowie betitelt.
Maße
20,6 x 29,5 cm

Zustand
Das feine Papier gebräunt und in den Rändern mit Knickspuren, am unetren Rand leicht fingerfleckig. In den oberen Ecken mit winzigen Löchlein, die untere linke Ecke etwas brüchig. Der Abzug zart.
Provenienz
Aus Berliner Privatbesitz.

Vita Karl Otto Götz

Karl Otto Götz (gebroen 1914 in Aachen; gestorben 2017 in Wolfenacker) war ein bedeutender deutscher Maler und Lyriker sowie Hauptvertreter des Informel. 1932 begann er das Studium an der Kunstgewerbeschule in Aachen. Bereits 1933 entstanden erste abstrakte Werke. Ab 1935 erhielt er unter den Nationalsozialisten Mal- und Ausstellungsverbot, malte jedoch heimlich weiter. Während seines Kriegsdienstes (1941–1945) war er als Nachrichtenoffizier in Norwegen stationiert. Nach dem Krieg lebte Götz ab 1945 in Königsförde, wurde 1949 Mitglied der Künstlergruppe CoBrA und gab von 1948 bis 1953 die Kunstzeitschrift META heraus. 1952 entwickelte er durch Zufall seine charakteristische Rakeltechnik. Er war Mitbegründer der Quadriga, die als Keimzelle des deutschen Informel gilt. 1958 nahm er an der Biennale in Venedig teil, 1959 an der documenta II. 1959–1979 lehrte der Künstler als Professor an der Kunstakademie Düsseldorf, wo u.?a. Sigmar Polke, Gerhard Richter und Rissa (seine spätere Ehefrau, Heirat 1965) zu seinen Schülern zählten. Mit Rissa entwickelte er psychologische Studien zur Bildwahrnehmung. Sein Werk umfasst neben Malerei auch experimentelle Filme, keramische Arbeiten, Stahlreliefs, Holzobjekte und Lichtzeichnungen.

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Über die Auktion

3. Auktion,

Einen Schwerpunkt dieser Auktion bilden Fotografien von Jean Tinguely und seinen Werken, eines der raren abstrakten Fotogramme der surrealistischen Lyrikerin Anneliese Hager und Sammlungen von Albuminabzügen Giorgio Sommers und Wilhelm Plüschows. Herausragend und selten auf dem Auktionsmarkt sind Zeichnungen der Dresdner Malerin Paula Lauenstein. Eines ihrer eindrucksvollen Selbstbildnisse wird angeboten. Das Gemälde einer impressionistisch lichtdurchfluteten Szene am Hamburger Freihafen mit viel Rauch und Sonnenlicht des Malers Ulrich Hübner bildet einen weiteren Höhepunkt der Versteigerung. Auch mehrere qualitative Tuschezeichnungen des 18. Jahrhunderts, darunter eine Landschaftsvorstudie mit überhängendem Felsen von Johann Georg von Dillis, sowie satte japanische Farbholzschnitte stehen zur Offerte. Mit dem kunstvoll gestickten Haussegen und den darauf applizierten Bildnissen der ersten Sozialdemokraten August Bebel und Wilhelm Liebknecht sowie mit einer Reihe an Autogrammen sowjetischer Kosmonauten (darunter einige von Juri Gagarin) zieht ein Stück Geschichte in die Auktion ein. Ein weiteres Highlight bilden einige Lots aus dem Nachlass des Generalintendanten der Sächsischen Staatstheater Alfred Reucker, darunter eine Mappe mit Bühnenbildentwürfen für die Uraufführung von Richard Strauss` Oper "Intermezzo".