Giovanni Battista Piranesi

Veduta del Tempio di Cibele

Ca. 1758, Radierung | Kräftiges Papier vergé mit Wasserzeichen)

Losnummer: 3_021

Startpreis: 800,00 € Schätzpreis: 1000,00 €

Beschreibung
Blick auf den Kybele-Tempel auf der Piazza della Bocca della Verità in Rom. Blatt aus den 135 "Veduten di Roma" (Ansichten von Rom). Der übergroße Tempelbau im Vordergrund mit reicher Figurenstaffage. Nach hinten der Blick auf den Tiber und weitere Gebäude. - Zweiter Zustand der römischen Ausgabe.
Beschriftung
In der Platte betitelt und bezeichnet sowie am unteren Rand der Platte "Piranesi Archit. dis. ed incise" sowie mittig den Angaben zur Adresse und dem Preis "Presso l'Autore a Strada Felice vicino alla Trinità de'Monti. A paoli due e mezzo." und kleiner Legende im Text.
Maße
52 x 75,5 cm

Zustand
Das Blatt gebräunt und in den Rändern angestaubt bzw. fingerfleckig und knickspurig. Kanten etwas bestoßen bzw. mit Randeinrissen. Die Linke Blattkante aus Folianten verstärkt und umgefaltet. Mit geglätteter mittelfalz. Schön kräftiger und gratiger Abzug.
Provenienz
Aus Berliner Privatbesitz.

Vita Giovanni Battista Piranesi

Giovanni Battista Piranesi (geboren 1720 in Mogliano Veneto nahe Venedig; gestorben 1778 in Rom) war ein italienischer Architekt, Altertumsforscher, Zeichner und Radierer und zählt zu den wichtigsten Druckgrafikern des 18. Jahrhunderts. Um 1740 kam er nach Rom, wo die antiken Ruinen und die Kultur der Grand Tour zum Zentrum seiner Arbeit wurden. Er entwickelte eine prägnante Bildsprache, die genaue architektonische Beobachtung mit dramatischen Perspektiven und starker Hell-Dunkel-Wirkung verband. Zu seinen bekanntesten Werkgruppen gehören die Romansichten der „Vedute di Roma“, die imaginären „Carceri d’invenzione“ sowie umfangreiche antiquarische Publikationen wie die „Antichità Romane“ und das „Campo Marzio dell’antica Roma“. Piranesi betrieb zugleich ein eigenes Verlags- und Verkaufssystem in Rom und verbreitete seine Blätter international. 1761 wurde er Mitglied der Accademia di San Luca und realisierte als Architekt vor allem die Umgestaltung von Santa Maria del Priorato und der Piazza dei Cavalieri di Malta auf dem Aventin. Er starb 1778 in Rom und wurde in Santa Maria del Priorato beigesetzt, seine Drucke wirkten durch spätere Editionen, unter anderem aus dem Umfeld seiner Familie, weit über Italien hinaus.

Kontaktdaten
Frage zum Los

Die Auktion findet am Samstag, den 14. März 2026 um 14 Uhr in den Räumlichkeiten von Irrgang Fine Arts, Friedrichstraße 232, 10969 Berlin statt. Alle Lose werden vom 2. bis zum 13. März am selben Ort zur Vorbesichtigung ausgestellt. Seien Sie herzlich zum Empfang am 27. Februar um 17 Uhr und anschließend von Montag bis Freitag zwischen 11 und 17 Uhr eingeladen, sich die Objekte persönlich anzuschauen. Bitte beachten Sie, dass bei grafischen Arbeiten auf Papier eine Terminabsprache unter Angabe der Losnummern, die von Interesse sind, erforderlich ist. Schreiben Sie uns dafür gerne eine Email an auktionshaus@flanelsago.de – unser Team stellt die entsprechenden Blätter dann zur Besichtigung bereit und steht Ihnen auch sonst gerne bei Fragen zur Verfügung.

Sie haben folgende Möglichkeiten an der Auktion teilzunehmen:

Persönliches Bieten

Während der Auktion geben Sie Ihre Gebote in unseren Räumlichkeiten direkt an den Auktionator ab. Um persönlich an der Auktion teilnehmen zu können registrieren Sie sich vor der Auktion mit einem gültigen Personalausweis oder Reisepass und erhalten dann eine Bieternummer. Eine Teilnahme an der Auktion ohne Bieternummer ist nicht möglich. Aufgrund limitierter Sitzplätze im Saal bitten wir Sie, sich bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion bei uns unter auktionshaus@flanelsago.de anzumelden. 

Schriftliches Bieten (Vorgebote)

Gerne nehmen wir Ihre Gebote auch schon vor der Auktion schriftlich entgegen. Schreiben Sie uns dafür bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion eine Email an auktionshaus@flanelsago.de mit folgenden Angaben: Name, Adresse, Telefonnummer, Losnummer sowie Ihrem Höchstgebot. Bitte fügen Sie eine Kopie Ihres Ausweises an. Ihre Höchstgebote werden während der Auktion nur so weit wahrgenommen, wie es der Gang der Versteigerung notwendig macht.

Telefonbieten

Um sich für das telefonische Bieten anzumelden, schreiben Sie uns bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion eine Email an auktionshaus@flanelsago.de mit folgenden Angaben: Name, Adresse, Telefonnummer, sowie der Losnummer für die Sie mitbieten möchten. Bitte fügen Sie außerdem eine Kopie Ihres Ausweises an. Wir werden Sie dann während der Auktion rechtzeitig anrufen und Ihre Gebote im Saal an den Auktionator weitergeben. Bitte beachten Sie, dass wir für Übermittlungsfehler keine Haftung übernehmen.

Online-Bieten im Livestream

Über unsere Partnerplattform Lot-Issimo (Auction Technology Group German GmbH) können Sie online an der Auktion teilnehmen. Bei Geboten über Lot-tissimo berechnen wir das gleiche Aufgeld wie im Saal. Bitte beachten Sie, dass Sie sich für das Online-Bieten bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion registrieren müssen. Dafür benötigen wir eine Kopie eines gültigen Personalausweises.

Durch die Abgabe eines Gebots erkennen Sie unsere Versteigerungsbedingungen an.

Bei unseren Auktionen fällt zusätzlich zum Hammerpreis ein Aufgeld in Höhe von 25% zuzüglich 19% Mehrwehrtsteuer an.

Über die Auktion

3. Auktion, Samstag 14. März 2026 | 14:00 Uhr
Friedrichstraße 232, 10969 Berlin

Einen Schwerpunkt dieser Auktion bilden Fotografien von Jean Tinguely und seinen Werken, eines der raren abstrakten Fotogramme der surrealistischen Lyrikerin Anneliese Hager und Sammlungen von Albuminabzügen Giorgio Sommers und Wilhelm Plüschows. Herausragend und selten auf dem Auktionsmarkt sind Zeichnungen der Dresdner Malerin Paula Lauenstein. Eines ihrer eindrucksvollen Selbstbildnisse wird angeboten. Das Gemälde einer impressionistisch lichtdurchfluteten Szene am Hamburger Freihafen mit viel Rauch und Sonnenlicht des Malers Ulrich Hübner bildet einen weiteren Höhepunkt der Versteigerung. Auch mehrere qualitative Tuschezeichnungen des 18. Jahrhunderts, darunter eine Landschaftsvorstudie mit überhängendem Felsen von Johann Georg von Dillis, sowie satte japanische Farbholzschnitte stehen zur Offerte. Mit dem kunstvoll gestickten Haussegen und den darauf applizierten Bildnissen der ersten Sozialdemokraten August Bebel und Wilhelm Liebknecht sowie mit einer Reihe an Autogrammen sowjetischer Kosmonauten (darunter einige von Juri Gagarin) zieht ein Stück Geschichte in die Auktion ein. Ein weiteres Highlight bilden einige Lots aus dem Nachlass des Generalintendanten der Sächsischen Staatstheater Alfred Reucker, darunter eine Mappe mit Bühnenbildentwürfen für die Uraufführung von Richard Strauss` Oper "Intermezzo".