Erich Fritz Reuter

Schwestern

1961, Relief | Bronze mit brauner Patina

Losnummer: 3_083

Startpreis: 400,00 € Schätzpreis: 800,00 €

Beschreibung
Zwei Frauen als Büstenfiguren en face, von denen eine die Hand über die Augen hebt. Beide richten ihren Blick in die Ferne. - Das Relief gehört zu einer Serie von Bronzereliefs zum Thema "Sterndeuter". Aus dieser sind im Werkverzeichnis drei bekannt (vgl. Karpen, 92 A, B und C). Wir danken Herrn Andreas Karpen für entsprechende Hinweise.
Beschriftung
Unten links signiert "E. Reuter" (eingelassen). Rückseitig mit aufmontiertem Ausstellungsetikett des Deutschen Künstlerbundes zur Sonderschau "Handzeichnungen- schwarz-weiß" in der Staatlichen Kunsthalle Baden Baden vom 2.4.-14.5.1961. Dort handschriftlich mit dem Künstlernamen und Werkstitel versehen.
Maße
46,5 x 59,5 cm

Zustand
Das Bronzerelief rückseitig mit Hängevorrichtung. Stellenweise etwas korrodiert, wenig angestaubt. Im Übrigen gut erhalten.
Provenienz
Aus süddeutschem Privatbesitz.

Vita Erich Fritz Reuter

Der Bildhauer Erich Fritz Reuter (geboren 1911 in Berlin; gestorben 1997 in Stolpe) begann 1926 eine Steinmetz- und Bildhauerlehre und besuchte parallel die Kunstgewerbeschule in Berlin-Charlottenburg. Ab 1934 studierte er an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin und schloss sein Studium 1940 ab. Nach Militärdienst und Kriegsgefangenschaft kehrte er 1945 nach Deutschland zurück, arbeitete zunächst in Dresden und ging 1949 wieder nach Berlin. Seit 1950 lehrte Reuter an der Technischen Universität Berlin, zunächst als außerordentlicher Professor, ab 1966 als ordentlicher Professor für Plastisches Gestalten, und wurde 1978 emeritiert. Von 1967 bis 1968 hatte er zudem eine Gastprofessur an der Technischen Universität Istanbul. Neben freien plastischen Arbeiten schuf er zahlreiche Kunst am Bau und öffentliche Auftragswerke, darunter Entwürfe und Großplastiken für Universitäten, Rundfunk und Kulturinstitutionen sowie Arbeiten für die Berliner Staatsbibliothek. Eine breite Öffentlichkeit erreichte auch seine Bronzefigur nach dem Motiv des Pan, die seit 1960 als Trophäe des Ernst Lubitsch Preises vergeben wird. Reuter war Mitglied im Deutschen Künstlerbund und erhielt 1979 das Bundesverdienstkreuz.

Kontaktdaten
Frage zum Los

Die Auktion findet am Samstag, den 14. März 2026 um 14 Uhr in den Räumlichkeiten von Irrgang Fine Arts, Friedrichstraße 232, 10969 Berlin statt. Alle Lose werden vom 2. bis zum 9. März am selben Ort zur Vorbesichtigung ausgestellt. Seien Sie herzlich zum Empfang am 27. Februar um 17 Uhr und anschließend von Montag bis Freitag zwischen 10 und 17 Uhr eingeladen, sich die Objekte persönlich anzuschauen. Bitte beachten Sie, dass bei grafischen Arbeiten auf Papier eine Terminabsprache unter Angabe der Losnummern, die von Interesse sind, erforderlich ist. Schreiben Sie uns dafür gerne eine Email an auktionshaus@flanelsago.de – unser Team stellt die entsprechenden Blätter dann zur Besichtigung bereit und steht Ihnen auch sonst gerne bei Fragen zur Verfügung.

Sie haben folgende Möglichkeiten an der Auktion teilzunehmen:

Persönliches Bieten

Während der Auktion geben Sie Ihre Gebote in unseren Räumlichkeiten direkt an den Auktionator ab. Um persönlich an der Auktion teilnehmen zu können registrieren Sie sich vor der Auktion mit einem gültigen Personalausweis oder Reisepass und erhalten dann eine Bieternummer. Eine Teilnahme an der Auktion ohne Bieternummer ist nicht möglich. Aufgrund limitierter Sitzplätze im Saal bitten wir Sie, sich bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion bei uns unter auktionshaus@flanelsago.de anzumelden. 

Schriftliches Bieten (Vorgebote)

Gerne nehmen wir Ihre Gebote auch schon vor der Auktion schriftlich entgegen. Schreiben Sie uns dafür bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion eine Email an auktionshaus@flanelsago.de mit folgenden Angaben: Name, Adresse, Telefonnummer, Losnummer sowie Ihrem Höchstgebot. Bitte fügen Sie eine Kopie Ihres Ausweises an. Ihre Höchstgebote werden während der Auktion nur so weit wahrgenommen, wie es der Gang der Versteigerung notwendig macht.

Telefonbieten

Um sich für das telefonische Bieten anzumelden, schreiben Sie uns bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion eine Email an auktionshaus@flanelsago.de mit folgenden Angaben: Name, Adresse, Telefonnummer, sowie der Losnummer für die Sie mitbieten möchten. Bitte fügen Sie außerdem eine Kopie Ihres Ausweises an. Wir werden Sie dann während der Auktion rechtzeitig anrufen und Ihre Gebote im Saal an den Auktionator weitergeben. Bitte beachten Sie, dass wir für Übermittlungsfehler keine Haftung übernehmen.

Online-Bieten im Livestream

Über unsere Partnerplattform Lot-Issimo (Auction Technology Group German GmbH) können Sie online an der Auktion teilnehmen. Bei Geboten über Lot-tissimo berechnen wir das gleiche Aufgeld wie im Saal. Bitte beachten Sie, dass Sie sich für das Online-Bieten bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion registrieren müssen. Dafür benötigen wir eine Kopie eines gültigen Personalausweises.

Durch die Abgabe eines Gebots erkennen Sie unsere Versteigerungsbedingungen an.

Bei unseren Auktionen fällt zusätzlich zum Hammerpreis ein Aufgeld in Höhe von 25% zuzüglich 19% Mehrwehrtsteuer an.

Über die Auktion

3. Auktion, Samstag 14. März 2026 | 14:00 Uhr
Friedrichstraße 232, 10969 Berlin

Einen Schwerpunkt dieser Auktion bilden Fotografien von Jean Tinguely und seinen Werken, eines der raren abstrakten Fotogramme der surrealistischen Lyrikerin Anneliese Hager und Sammlungen von Albuminabzügen Giorgio Sommers und Wilhelm Plüschows. Herausragend und selten auf dem Auktionsmarkt sind Zeichnungen der Dresdner Malerin Paula Lauenstein. Eines ihrer eindrucksvollen Selbstbildnisse wird angeboten. Das Gemälde einer impressionistisch lichtdurchfluteten Szene am Hamburger Freihafen mit viel Rauch und Sonnenlicht des Malers Ulrich Hübner bildet einen weiteren Höhepunkt der Versteigerung. Auch mehrere qualitative Tuschezeichnungen des 18. Jahrhunderts, darunter eine Landschaftsvorstudie mit überhängendem Felsen von Johann Georg von Dillis, sowie satte japanische Farbholzschnitte stehen zur Offerte. Mit dem kunstvoll gestickten Haussegen und den darauf applizierten Bildnissen der ersten Sozialdemokraten August Bebel und Wilhelm Liebknecht sowie mit einer Reihe an Autogrammen sowjetischer Kosmonauten (darunter einige von Juri Gagarin) zieht ein Stück Geschichte in die Auktion ein. Ein weiteres Highlight bilden einige Lots aus dem Nachlass des Generalintendanten der Sächsischen Staatstheater Alfred Reucker, darunter eine Mappe mit Bühnenbildentwürfen für die Uraufführung von Richard Strauss` Oper "Intermezzo".