Alfred Mahlau

Sylt

1920, Aquarell und Feder

Losnummer: 2_128

Verkauft für: 375,00 €
inkl. Aufgeld

Beschreibung
Bewegte Sylter Landschaft in zarten Farbtönen. Aus den Wolken dringen kräftige Sonnenstrahlen über die mit feiner Feder zerteilten Ebenen. Das Transparentpapier unterstreicht den luziden Charakter.
Beschriftung
Im unteren rechten Eck signiert "A. Mahlau", datiert "7/[19]20" und betitelt. Rückseitig mit Maßangaben in Blei von anderer Hand.
Maße
Das Blatt misst ca. 25,7 x 32 cm.

Zustand
Das feine Papier schwach gebräunt und etwas knickspurig. Am unteren Rand mit kurzem Einriss. Die Ecken verso mit Papierrückständen früherer Montur.
Provenienz
Aus dem Nachlass der Galerie Elisabeth Henning, Hamburg.

Vita Alfred Mahlau

Alfred Mahlau (geboren 1894 in Berlin; gestorben 1967 in Hamburg) besuchte ab 1908 konnte er die Malschule von Willibald Leo von Lütgendorff-Leinburg besuchen und 1911 zum Studium an die Kunstgewerbeschule in Frankfurt am Main gehen. 1933 wurde er an die Preußische Akademie der Künste in Berlin berufen. Die Neue Sammlung in München zeigte 1937 eine große Werkübersicht zu Mahlau mit dessen Großaufträgen für das Reichsluftfahrtministerium. Während des NS-Regimes konnte der Maler seinen Tätigkeiten als Bühnengestalter, Innenarchitekt, Zeichner und Grafiker erfolgreich nachgehen, bis er 1945 zum Volkssturm eingezogen wurde. Nach seiner Entlassung aus sowjetischer Gefangenschaft erhielt Mahlau eine Professur an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. Als Gebrauchsgrafiker gestaltete er u.a. die Verpackung für das Niederegger Marzipan und die Schwartauer Werke und 1921 das Notgeld (Eiergeld) für Lübeck.

Kontaktdaten
Frage zum Los

Über die Auktion

2. Auktion, 29. März 2025, 14:00 Uhr
Friedrichstraße 232, 10969 Berlin

Mit Gemälden von Hartwig Ebersbach, Harald Metzkes und Fritz Beckert liegt ein Schwerpunkt dieser Auktion auf sächsischer Kunst. Nicht unerwähnt bleiben sollte in diesem Zusammenhang eine große Radierung von Richard Müller, ein wunderbares Portrait von Conrad Felixmüller sowie eine geschmacksvolle Ansicht der Leipziger Pleißenburg um 1820. Neben diesen bekannten Namen freuen wir uns, Ihnen auch zwei vergesse Künstlerinnen vorstellen zu können: Gerda Rotermund und Lore Feldberg-Eber. Auch mit Werken aus dem Nachlass der Galerie Henning Hamburg möchten wir Sie begeistern. Hier seien insbesondere die raren Zeichnungen der polnischen Künstlerin Alicja Wahl, eine Reihe von Exlibris-Radierungen des polnischen Grafikers Leszek Rózga sowie die miniaturesken Radierungen des Slovaken Albín Brunovský erwähnt. Zusammen mit zwei bedeutenden Arbeiten des DDR-Avantgardisten Karl Heinz Schäfer und Plastiken von Harry Müller verspricht diese Auktion viele spannende Neuentdeckungen.