Utagawa Kunisada (Toyokuni III)

Geisha mit Shamisen

1847-1860, Farbholzschnitt | Papier

Losnummer: 3_040

Nachverkaufspreis: 90,00 €
zzgl. 28% Aufgeld
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Beschreibung
Eine Geisha wendet den Kopf zur Seite und hält das traditionelle Zupfinstrument Shamisen. Im Hintergrund erhebt sich eine Häusersilhouette. - Beigegeben: Farbholzschnitt von Utagawa Kuniteru (1808-1876). Um 1867. Kabukispieler (Blatt aus einer mehrteiligen Serie).
Beschriftung
Mit der Künstler-Signatur "Toyokuni ga" in roter Toshidama-Kartusche auf gelbem Grund.
Maße
Je ca. 36 x 25 cm

Zustand
Gebräunt, in den Ecken mit leichten Knickspuren und winzigen Löchlein. Die Beigabe punktuell auf Trägerkarton montiert, knickspurig, partiell gebräunt und braunfleckig bzw. mit Lagerspuren. Im Übrigen gut.
Provenienz
Aus Berliner Privatbesitz.

Vita Utagawa Kunisada (Toyokuni III)

Utagawa Kunisada, auch bekannt unter dem später angenommenen Namen Toyokuni III (geboren 1786 in Edo; gestorben 1865 ebenda), zählt zu den wichtigsten Gestaltern des japanischen Ukiyo-e im 19. Jahrhundert. Er trat früh in die Utagawa-Schule ein und wurde Schüler von Utagawa Toyokuni I, dessen Stil und Themenwelt ihn nachhaltig prägten. Ab den ersten gesicherten Arbeiten zu Beginn des 19. Jahrhunderts entwickelte Kunisada rasch eine eigenständige Handschrift und wurde zu einem der erfolgreichsten und beim Publikum beliebtesten Holzschnittkünstler seiner Zeit. Im Mittelpunkt seines umfangreichen Werks stehen Kabuki-Schauspielerporträts, Darstellungen schöner Frauen sowie Illustrationen für populäre Bücher und Serien. Besonders bekannt ist seine langjährige Mitarbeit an der reich bebilderten Romanreihe „Nise Murasaki inaka Genji“, die den Massengeschmack in Edo stark beeinflusste. Kunisadas Entwürfe zeichnen sich durch eine klare, wirkungsvolle Figureninszenierung, eine ausgeprägte Theaterdramaturgie und eine große Aufmerksamkeit für Mode und Accessoires aus, wodurch seine Drucke zugleich als Bilddokumente der städtischen Alltagskultur gelesen werden können. In den 1840er Jahren übernahm er den Namen Toyokuni und wurde kunsthistorisch als Toyokuni III geführt. Seine enorme Produktivität, die je nach Zählung im fünfstelligen Bereich liegt, sowie seine große Marktpräsenz machten ihn zum prägenden Künstler der späten Edo-Zeit in diesem Medium.

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Über die Auktion

Nachverkauf 3. Auktion, 18. März -7. April 2026
Flanel Sago

Bis zum 7. April 2026 finden Sie hier den Nachverkauf nicht zugeschlagener Lose unserer 3. Auktion vom 14. März 2026. Die Gebotsabgabe findet über lot-tissimo statt.