Till Krause

Elemente für eine künstlerische Natur

1997, Fotografie | Silbergelatineabzug

Losnummer: 3_105

Startpreis: 200,00 € Schätzpreis: 300,00 €

Beschreibung
Set von 3 Fotografien eines künstlichen, aus Gips geschnitzten Steines mit paläontologischem Anschein. - Die Arbeiten wurden gezeigt in der Ausstellung "Elemente für eine künstlerische Natur (der mygindische Garten)" in der Kölner Galerie Christian Nagel vom 14.03.-18.04.1998. Krause fertigte 128 Ansichten ein und desselben künstlichen Steines.
Beschriftung
Zwei Werke auf der Rahmenrückseite handschriftlich in Blei bezeichnet und datiert "Krause 97".
Maße
Von 11,5 x 14,5 cm bis 12 x 18 cm Sichtmaß (Rahmen 37 x 41 cm)

Zustand
Je unter Glas im Holzrahmen gerahmt (ungeöffnet), ein Abzug zusätzlich unter Passepartout. Sauber erhalten.
Provenienz
Aus Berliner Privatbesitz. Vormals aus dem Nachlass des Kulturwissenschaftlers Hilmar Schäfer.

Vita Till Krause

Till Krause (geboren 1965 in Hamburg) entwickelte seit den späten 1980er Jahren künstlerische Arbeiten an der Schnittstelle von Landschaft, Stadt und Kartografie, in denen er Vermessung, Gehen, Recherche und zeichnerische wie installative Setzungen miteinander verbindet. Von 1989 bis 1992 betrieb er in Hamburg den Ausstellungsraum „Münzstraße 10“, seit 1992 arbeitet er mit dem Künstlerprojektraum „Galerie für Landschaftskunst“ und führt die GFLK seit Anfang der 1990er Jahre in häufig interdisziplinären Kooperationen mit. Ein durchgehender Schwerpunkt sind Kartierungen, die abstraktes Kartenmaterial an konkrete Erfahrung rückbinden, etwa in Projekten wie „Achse Kiel–Hamburg“ oder der für kunstwegen realisierten Arbeit „Akribische Beobachtungen über eine Wegeroute und ihre Landschaft“ aus dem Jahr 2000. Darüber hinaus initiierte er die „Freien Flusszonen“, in denen die Elbe als gestalteter Landschaftsraum über ein Gedankenexperiment, Feldforschung und Kartierungen untersucht wird, unter anderem im Projekt „Freie Flusszone Süderelbe“. 2016 entwickelte er zudem das Projekt „Schillig aufessen“, das Landschaft als Prozess über gemeinsame Mahlzeiten, Beobachtung und fortlaufende Dokumentation erfahrbar macht. Krause ist auch als Mitbetreiber des „Museums Ferner Gegenden“ in Hamburg dokumentiert, das als Archiv und Arbeitsstätte zu Vorstellungen von Ort, Landschaft und Natur angelegt ist.

Kontaktdaten
Frage zum Los

Die Auktion findet am Samstag, den 14. März 2026 um 14 Uhr in den Räumlichkeiten von Irrgang Fine Arts, Friedrichstraße 232, 10969 Berlin statt. Alle Lose werden vom 2. bis zum 9. März am selben Ort zur Vorbesichtigung ausgestellt. Seien Sie herzlich zum Empfang am 27. Februar um 17 Uhr und anschließend von Montag bis Freitag zwischen 10 und 17 Uhr eingeladen, sich die Objekte persönlich anzuschauen. Bitte beachten Sie, dass bei grafischen Arbeiten auf Papier eine Terminabsprache unter Angabe der Losnummern, die von Interesse sind, erforderlich ist. Schreiben Sie uns dafür gerne eine Email an auktionshaus@flanelsago.de – unser Team stellt die entsprechenden Blätter dann zur Besichtigung bereit und steht Ihnen auch sonst gerne bei Fragen zur Verfügung.

Sie haben folgende Möglichkeiten an der Auktion teilzunehmen:

Persönliches Bieten

Während der Auktion geben Sie Ihre Gebote in unseren Räumlichkeiten direkt an den Auktionator ab. Um persönlich an der Auktion teilnehmen zu können registrieren Sie sich vor der Auktion mit einem gültigen Personalausweis oder Reisepass und erhalten dann eine Bieternummer. Eine Teilnahme an der Auktion ohne Bieternummer ist nicht möglich. Aufgrund limitierter Sitzplätze im Saal bitten wir Sie, sich bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion bei uns unter auktionshaus@flanelsago.de anzumelden. 

Schriftliches Bieten (Vorgebote)

Gerne nehmen wir Ihre Gebote auch schon vor der Auktion schriftlich entgegen. Schreiben Sie uns dafür bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion eine Email an auktionshaus@flanelsago.de mit folgenden Angaben: Name, Adresse, Telefonnummer, Losnummer sowie Ihrem Höchstgebot. Bitte fügen Sie eine Kopie Ihres Ausweises an. Ihre Höchstgebote werden während der Auktion nur so weit wahrgenommen, wie es der Gang der Versteigerung notwendig macht.

Telefonbieten

Um sich für das telefonische Bieten anzumelden, schreiben Sie uns bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion eine Email an auktionshaus@flanelsago.de mit folgenden Angaben: Name, Adresse, Telefonnummer, sowie der Losnummer für die Sie mitbieten möchten. Bitte fügen Sie außerdem eine Kopie Ihres Ausweises an. Wir werden Sie dann während der Auktion rechtzeitig anrufen und Ihre Gebote im Saal an den Auktionator weitergeben. Bitte beachten Sie, dass wir für Übermittlungsfehler keine Haftung übernehmen.

Online-Bieten im Livestream

Über unsere Partnerplattform Lot-Issimo (Auction Technology Group German GmbH) können Sie online an der Auktion teilnehmen. Bei Geboten über Lot-tissimo berechnen wir das gleiche Aufgeld wie im Saal. Bitte beachten Sie, dass Sie sich für das Online-Bieten bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion registrieren müssen. Dafür benötigen wir eine Kopie eines gültigen Personalausweises.

Durch die Abgabe eines Gebots erkennen Sie unsere Versteigerungsbedingungen an.

Bei unseren Auktionen fällt zusätzlich zum Hammerpreis ein Aufgeld in Höhe von 25% zuzüglich 19% Mehrwehrtsteuer an.

Über die Auktion

3. Auktion, Samstag 14. März 2026 | 14:00 Uhr
Friedrichstraße 232, 10969 Berlin

Einen Schwerpunkt dieser Auktion bilden Fotografien von Jean Tinguely und seinen Werken, eines der raren abstrakten Fotogramme der surrealistischen Lyrikerin Anneliese Hager und Sammlungen von Albuminabzügen Giorgio Sommers und Wilhelm Plüschows. Herausragend und selten auf dem Auktionsmarkt sind Zeichnungen der Dresdner Malerin Paula Lauenstein. Eines ihrer eindrucksvollen Selbstbildnisse wird angeboten. Das Gemälde einer impressionistisch lichtdurchfluteten Szene am Hamburger Freihafen mit viel Rauch und Sonnenlicht des Malers Ulrich Hübner bildet einen weiteren Höhepunkt der Versteigerung. Auch mehrere qualitative Tuschezeichnungen des 18. Jahrhunderts, darunter eine Landschaftsvorstudie mit überhängendem Felsen von Johann Georg von Dillis, sowie satte japanische Farbholzschnitte stehen zur Offerte. Mit dem kunstvoll gestickten Haussegen und den darauf applizierten Bildnissen der ersten Sozialdemokraten August Bebel und Wilhelm Liebknecht sowie mit einer Reihe an Autogrammen sowjetischer Kosmonauten (darunter einige von Juri Gagarin) zieht ein Stück Geschichte in die Auktion ein. Ein weiteres Highlight bilden einige Lots aus dem Nachlass des Generalintendanten der Sächsischen Staatstheater Alfred Reucker, darunter eine Mappe mit Bühnenbildentwürfen für die Uraufführung von Richard Strauss` Oper "Intermezzo".