Paul Haase

Plakat Otto Reutter

1910, Farblithographie | Papier

Losnummer: 3_065

Verkauft für: 1000,00 €
inkl. Aufgeld

Beschreibung
Humoristisches Bildnis des Komikers, Schauspielers und Sängers Otto Reutters (1870-1931). - Erschienen in der Kunst-Anstalt Arnold Weylandt, Berlin. - Abgebildet in "Das Plakat", Bd. 8, 1917, Nr. 2, S. 26, Abb. 45. 1912 erschien ein Werbeplakat sowie 1914 eine Werbepostkarte mit dem bildgleichen Motiv der karikierten Figur von Reutter. Hier nahezu als Ganzfigur.
Beschriftung
Im Stein rechts neben der Darstellung signiert "P. Haase".
Maße
69,5 x 47 cm (Träger 69,5 x 47 cm)

Zustand
Das Plakat ist voll auf einem Trägerpapier aufgezogen. Altersbedingt etwas gebräunt, in den Rändern leicht abgegriffen, Kanten gering bestoßen. Mit Knicspuren bzw. Einrissen, diese stellenweise retuschiert. Links neben dem Kopf mit kleiner, unscheinbarer Fehlstelle. Im Übrigen wohl erhalten.
Provenienz
Aus Berliner Privatbesitz.

Vita Paul Haase

Paul Haase (geboren 1873; gestorben 1925 in Berlin) war ein deutscher Maler, Zeichner, Karikaturist und Illustrator, der vor allem in Berlin wirkte. Inhaltlich konzentrierten sich seine Zeichnungen und Karikaturen besonders auf Rennsport, Sport, Rennplätze und Militärs, und sie erschienen in Berliner Zeitschriften und Zeitungen. Als Buchillustrator arbeitete er unter anderem für Oskar Panizzas „Visionen der Dämmerung“ sowie für mehrere Werke von Hanns Heinz Ewers, darunter auch Kinderbücher, die Ewers zusammen mit Erich Mühsam unter dem Pseudonym „Onkel Franz“ veröffentlichte. Im Zusammenhang mit der Volksabstimmung 1920 in Schleswig entwarf Haase außerdem Plakate für die deutsche Seite.

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Über die Auktion

3. Auktion,

Einen Schwerpunkt dieser Auktion bilden Fotografien von Jean Tinguely und seinen Werken, eines der raren abstrakten Fotogramme der surrealistischen Lyrikerin Anneliese Hager und Sammlungen von Albuminabzügen Giorgio Sommers und Wilhelm Plüschows. Herausragend und selten auf dem Auktionsmarkt sind Zeichnungen der Dresdner Malerin Paula Lauenstein. Eines ihrer eindrucksvollen Selbstbildnisse wird angeboten. Das Gemälde einer impressionistisch lichtdurchfluteten Szene am Hamburger Freihafen mit viel Rauch und Sonnenlicht des Malers Ulrich Hübner bildet einen weiteren Höhepunkt der Versteigerung. Auch mehrere qualitative Tuschezeichnungen des 18. Jahrhunderts, darunter eine Landschaftsvorstudie mit überhängendem Felsen von Johann Georg von Dillis, sowie satte japanische Farbholzschnitte stehen zur Offerte. Mit dem kunstvoll gestickten Haussegen und den darauf applizierten Bildnissen der ersten Sozialdemokraten August Bebel und Wilhelm Liebknecht sowie mit einer Reihe an Autogrammen sowjetischer Kosmonauten (darunter einige von Juri Gagarin) zieht ein Stück Geschichte in die Auktion ein. Ein weiteres Highlight bilden einige Lots aus dem Nachlass des Generalintendanten der Sächsischen Staatstheater Alfred Reucker, darunter eine Mappe mit Bühnenbildentwürfen für die Uraufführung von Richard Strauss` Oper "Intermezzo".