unbekannter Zuckerbäcker

Zuckergebäck Luitpold von Bayern

um 1912, Zuckergebäck | Bemaltes, vergoldetes Gebäck

Losnummer: 3_135

Startpreis: 150,00 € Schätzpreis: 220,00 € Gebot abgeben (über lot-tissimo)

Beschriftung
Verso ein Klebchen, mit Kugelschreiber nummeriert "22/4", dieselbe Annotation mit Bleistift auf der Schachtelinnenseite.
Kontext
Memorabilia
Inhalt
Bemaltes und vergoldetes Zucker-Medaillon mit dem Profil Luitpolds von Bayern, vermutlich zu seinem Tod im Jahr 1912, in der Originalschatulle.
Maße
10 x 6,5 cm (Schachtel: 8 x 12 cm)

Zustand
Bemaltes und vergoldetes Zucker-Medaillon in der Originalschachtel. Farben und Vergoldung etwas gedunkelt, die Beschichtung etwas angelaufen, in den Rändern kleinere bestoßungen und Ausbrüche, verso Montierungsreste und Leimspuren. Die hellblaue Schachtel mit silbern geprätem Wappen, gebrauchsspurig, stellenweise vergilbt, berieben und bestoßen, leicht angeschmutzt. Summa in gutem Zustand.
Provenienz
Aus Berliner Privatbesitz.

Vita Luitpold von Bayern

Luitpold Karl Joseph Wilhelm von Bayern (geboren 1821 in Würzburg, gestorben 1912 in München) war Prinz von Bayern und von 1886 bis 1912 Prinzregent des Königreichs Bayern. Er erhielt eine umfassende fürstlich-militärische Ausbildung, die klassische Bildung (Sprachen, Geschichte, Staatsrecht) mit systematischer Schulung im Militärwesen verband. Früh wurde er in militärische Praxis eingeführt und absolvierte die reguläre Offizierslaufbahn der bayerischen Armee. Luitpold diente jahrzehntelang als Berufsoffizier und nahm an den militärischen Auseinandersetzungen seiner Zeit teil, darunter am Deutschen Krieg von 1866 sowie am Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71. Er bewährte sich in Führungsfunktionen und stieg bis zum Rang eines Generalfeldmarschalls der bayerischen Armee auf, womit er zu den ranghöchsten Militärs des Königreichs gehörte. Nach der Entmündigung König Ludwigs II. übernahm Luitpold 1886 die Prinzregentschaft. In dieser Funktion verzichtete er bewusst auf persönliche Machtausweitung und verstand sein Amt als treuhänderische Staatsführung. Er respektierte die konstitutionelle Ordnung, ließ die Regierung weitgehend durch verantwortliche Minister führen und sorgte für politische Stabilität und administrative Kontinuität innerhalb des Deutschen Kaiserreichs. Seine Regentschaft gilt als eine der ruhigsten und dauerhaftesten Phasen der bayerischen Monarchie.

Kontaktdaten
Frage zum Los

Die Auktion findet am Samstag, den 14. März 2026 um 14 Uhr in den Räumlichkeiten von Irrgang Fine Arts, Friedrichstraße 232, 10969 Berlin statt. Alle Lose werden vom 2. bis zum 9. März am selben Ort zur Vorbesichtigung ausgestellt. Seien Sie herzlich zum Empfang am 27. Februar um 17 Uhr und anschließend von Montag bis Freitag zwischen 10 und 17 Uhr eingeladen, sich die Objekte persönlich anzuschauen. Bitte beachten Sie, dass bei grafischen Arbeiten auf Papier eine Terminabsprache unter Angabe der Losnummern, die von Interesse sind, erforderlich ist. Schreiben Sie uns dafür gerne eine Email an auktionshaus@flanelsago.de – unser Team stellt die entsprechenden Blätter dann zur Besichtigung bereit und steht Ihnen auch sonst gerne bei Fragen zur Verfügung.

Sie haben folgende Möglichkeiten an der Auktion teilzunehmen:

Persönliches Bieten

Während der Auktion geben Sie Ihre Gebote in unseren Räumlichkeiten direkt an den Auktionator ab. Um persönlich an der Auktion teilnehmen zu können registrieren Sie sich vor der Auktion mit einem gültigen Personalausweis oder Reisepass und erhalten dann eine Bieternummer. Eine Teilnahme an der Auktion ohne Bieternummer ist nicht möglich. Aufgrund limitierter Sitzplätze im Saal bitten wir Sie, sich bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion bei uns unter auktionshaus@flanelsago.de anzumelden. 

Schriftliches Bieten (Vorgebote)

Gerne nehmen wir Ihre Gebote auch schon vor der Auktion schriftlich entgegen. Schreiben Sie uns dafür bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion eine Email an auktionshaus@flanelsago.de mit folgenden Angaben: Name, Adresse, Telefonnummer, Losnummer sowie Ihrem Höchstgebot. Bitte fügen Sie eine Kopie Ihres Ausweises an. Ihre Höchstgebote werden während der Auktion nur so weit wahrgenommen, wie es der Gang der Versteigerung notwendig macht.

Telefonbieten

Um sich für das telefonische Bieten anzumelden, schreiben Sie uns bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion eine Email an auktionshaus@flanelsago.de mit folgenden Angaben: Name, Adresse, Telefonnummer, sowie der Losnummer für die Sie mitbieten möchten. Bitte fügen Sie außerdem eine Kopie Ihres Ausweises an. Wir werden Sie dann während der Auktion rechtzeitig anrufen und Ihre Gebote im Saal an den Auktionator weitergeben. Bitte beachten Sie, dass wir für Übermittlungsfehler keine Haftung übernehmen.

Online-Bieten im Livestream

Über unsere Partnerplattform Lot-Tissimo (Auction Technology Group German GmbH) können Sie online an der Auktion teilnehmen. Bei Geboten über Lot-Tissimo berechnen wir das gleiche Aufgeld wie im Saal. Bitte beachten Sie, dass Sie sich für das Online-Bieten bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion registrieren müssen. Dafür benötigen wir eine Kopie eines gültigen Personalausweises.


Durch die Abgabe eines Gebots erkennen Sie unsere Versteigerungsbedingungen an.

Bei unseren Auktionen fällt zusätzlich zum Hammerpreis ein Aufgeld in Höhe von 25% zuzüglich 19% Mehrwehrtsteuer an.

Über die Auktion

3. Auktion, Samstag 14. März 2026 | 14:00 Uhr
Friedrichstraße 232, 10969 Berlin

Einen Schwerpunkt dieser Auktion bilden Fotografien von Jean Tinguely und seinen Werken, eines der raren abstrakten Fotogramme der surrealistischen Lyrikerin Anneliese Hager und Sammlungen von Albuminabzügen Giorgio Sommers und Wilhelm Plüschows. Herausragend und selten auf dem Auktionsmarkt sind Zeichnungen der Dresdner Malerin Paula Lauenstein. Eines ihrer eindrucksvollen Selbstbildnisse wird angeboten. Das Gemälde einer impressionistisch lichtdurchfluteten Szene am Hamburger Freihafen mit viel Rauch und Sonnenlicht des Malers Ulrich Hübner bildet einen weiteren Höhepunkt der Versteigerung. Auch mehrere qualitative Tuschezeichnungen des 18. Jahrhunderts, darunter eine Landschaftsvorstudie mit überhängendem Felsen von Johann Georg von Dillis, sowie satte japanische Farbholzschnitte stehen zur Offerte. Mit dem kunstvoll gestickten Haussegen und den darauf applizierten Bildnissen der ersten Sozialdemokraten August Bebel und Wilhelm Liebknecht sowie mit einer Reihe an Autogrammen sowjetischer Kosmonauten (darunter einige von Juri Gagarin) zieht ein Stück Geschichte in die Auktion ein. Ein weiteres Highlight bilden einige Lots aus dem Nachlass des Generalintendanten der Sächsischen Staatstheater Alfred Reucker, darunter eine Mappe mit Bühnenbildentwürfen für die Uraufführung von Richard Strauss` Oper "Intermezzo".