Luise Charlotte Koch

Entwürfe für KPM

1940er bis 1990er Jahre, Bleistift, Feder, Kugelschreiber, Fotografie, Typoskript, Kupferdruck, Holzschnitt | Papier

Losnummer: 3_095

Startpreis: 100,00 € Schätzpreis: 200,00 €

Beschreibung
Sammlung von 5 Entwurfszeichnungen der KPM-Malerin. Darunter „Lächelnde Säule“, abstrakt humoristische Entwürfe aus dem Todesjahr, Vasenentwürfe für KPM. – Dabei: 1 Fotografie von Tassen mit Motiven des Rathauses Schöneberg und des Humboldt-Schlosses. Dazu gehörig 11 Blatt Kupferdrucke mit den Motiven des Chinesischen Pavillons in Sanssouci, des Berliner Reichstages, des Olympiastadions Berlin zur ISTAF 1958 sowie industrielle Bauten und technische Motive bis hin zu tierischen Emblemen und einem Weihnachtsschriftzug als Vorlagen. – Dabei: 3 Fotografien Porzellanmalereien von feinen Blumenbouquets mit Faltern sowie 2 Typoskript-Briefe der „Ernst Röttgers Buch- und Kunsthandlung, Friedr. Lometsch“ an Luise-Charlotte Koch von 1946, handsigniert von Fritz Lometsch über eine geplante Ausstellung mit Zeichnungen der Künstlerin. - Beigegeben: Holzschnitt auf Japanpapier, Straßenszene, von Jäger (KPM-Malerei-Meister) von 1944(?). Monogrammiert und datiert. – Des Weiteren 1 Faltblatt zu den KPM-Marken und den Malereien. – Abwechslungsreiche Sammlung.
Beschriftung
Die Entwürfe mehrheitlich auf den Blättern bzw. Trägern monogrammiert "LCK". Die Kupferdrucke teils mit Bleistuftannotationen in den Rändern.
Maße
Von 6 x 12 cm bis 22 x 26 cm

Zustand
Die Entwürfe teils auf Träger zusammenmontiert, teils auf Transparentpapier. Teils gebräunt, knickspurig oder mit kurzen Randeinrissen bzw. kleineren Fehlstellen. Insgesamt wohl erhalten.
Provenienz
Aus Berliner Privatbesitz.

Vita Luise Charlotte Koch

Luise-Charlotte Koch (geboren 1917 in Bunzlau; gestorben 1995) war eine deutsche Porzellanmalerin und Dekorentwerferin, die vor allem mit der Königlichen beziehungsweise Staatlichen Porzellan-Manufaktur Berlin verbunden ist. Sie studierte von 1933 bis 1937 in Berlin an der Textil- und Modeschule Gebrauchs- und Modegrafik und begann anschließend ihre Ausbildung zur Porzellanmalerin bei der KPM, die in Quellen für diese Malerinnengeneration mit 1938/39 angegeben wird. Ab 1940 arbeitete sie in der Manufaktur als Malerin, und nach der kriegsbedingten Verlagerung von KPM-Bereichen nach Selb im Jahr 1943 setzte sie ihre Tätigkeit im Kontext dieser Auslagerung fort. 1946 wurde Koch, gemeinsam mit ihrer Kollegin Sigrid von Unruh, zur künstlerischen Mitarbeiterin für die Entwurfsarbeit in der Malerei berufen und gehörte damit zu den prägenden Kräften für neue Dekore in der Nachkriegszeit. Koch ist besonders für abstrakte und geometrisch strukturierte Dekore bekannt, die sich an der KPM seit den 1930er Jahren entwickelten und von ihr und Sigrid von Unruh bis weit in die folgenden Jahrzehnte mitgeprägt wurden. Ein prominentes, namentlich mit ihr verbundenes Beispiel ist der 1955 für einen Privatauftrag entwickelte Dekor BLOCKSTREIFEN, der später ausdrücklich als Inspirationsquelle für neuere KPM-Editionen genannt wurde.

Kontaktdaten
Frage zum Los

Die Auktion findet am Samstag, den 14. März 2026 um 14 Uhr in den Räumlichkeiten von Irrgang Fine Arts, Friedrichstraße 232, 10969 Berlin statt. Alle Lose werden vom 2. bis zum 13. März am selben Ort zur Vorbesichtigung ausgestellt. Seien Sie herzlich zum Empfang am 27. Februar um 17 Uhr und anschließend von Montag bis Freitag zwischen 11 und 17 Uhr eingeladen, sich die Objekte persönlich anzuschauen. Bitte beachten Sie, dass bei grafischen Arbeiten auf Papier eine Terminabsprache unter Angabe der Losnummern, die von Interesse sind, erforderlich ist. Schreiben Sie uns dafür gerne eine Email an auktionshaus@flanelsago.de – unser Team stellt die entsprechenden Blätter dann zur Besichtigung bereit und steht Ihnen auch sonst gerne bei Fragen zur Verfügung.

Sie haben folgende Möglichkeiten an der Auktion teilzunehmen:

Persönliches Bieten

Während der Auktion geben Sie Ihre Gebote in unseren Räumlichkeiten direkt an den Auktionator ab. Um persönlich an der Auktion teilnehmen zu können registrieren Sie sich vor der Auktion mit einem gültigen Personalausweis oder Reisepass und erhalten dann eine Bieternummer. Eine Teilnahme an der Auktion ohne Bieternummer ist nicht möglich. Aufgrund limitierter Sitzplätze im Saal bitten wir Sie, sich bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion bei uns unter auktionshaus@flanelsago.de anzumelden. 

Schriftliches Bieten (Vorgebote)

Gerne nehmen wir Ihre Gebote auch schon vor der Auktion schriftlich entgegen. Schreiben Sie uns dafür bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion eine Email an auktionshaus@flanelsago.de mit folgenden Angaben: Name, Adresse, Telefonnummer, Losnummer sowie Ihrem Höchstgebot. Bitte fügen Sie eine Kopie Ihres Ausweises an. Ihre Höchstgebote werden während der Auktion nur so weit wahrgenommen, wie es der Gang der Versteigerung notwendig macht.

Telefonbieten

Um sich für das telefonische Bieten anzumelden, schreiben Sie uns bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion eine Email an auktionshaus@flanelsago.de mit folgenden Angaben: Name, Adresse, Telefonnummer, sowie der Losnummer für die Sie mitbieten möchten. Bitte fügen Sie außerdem eine Kopie Ihres Ausweises an. Wir werden Sie dann während der Auktion rechtzeitig anrufen und Ihre Gebote im Saal an den Auktionator weitergeben. Bitte beachten Sie, dass wir für Übermittlungsfehler keine Haftung übernehmen.

Online-Bieten im Livestream

Über unsere Partnerplattform Lot-Issimo (Auction Technology Group German GmbH) können Sie online an der Auktion teilnehmen. Bei Geboten über Lot-tissimo berechnen wir das gleiche Aufgeld wie im Saal. Bitte beachten Sie, dass Sie sich für das Online-Bieten bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion registrieren müssen. Dafür benötigen wir eine Kopie eines gültigen Personalausweises.

Durch die Abgabe eines Gebots erkennen Sie unsere Versteigerungsbedingungen an.

Bei unseren Auktionen fällt zusätzlich zum Hammerpreis ein Aufgeld in Höhe von 25% zuzüglich 19% Mehrwehrtsteuer an.

Über die Auktion

3. Auktion, Samstag 14. März 2026 | 14:00 Uhr
Friedrichstraße 232, 10969 Berlin

Einen Schwerpunkt dieser Auktion bilden Fotografien von Jean Tinguely und seinen Werken, eines der raren abstrakten Fotogramme der surrealistischen Lyrikerin Anneliese Hager und Sammlungen von Albuminabzügen Giorgio Sommers und Wilhelm Plüschows. Herausragend und selten auf dem Auktionsmarkt sind Zeichnungen der Dresdner Malerin Paula Lauenstein. Eines ihrer eindrucksvollen Selbstbildnisse wird angeboten. Das Gemälde einer impressionistisch lichtdurchfluteten Szene am Hamburger Freihafen mit viel Rauch und Sonnenlicht des Malers Ulrich Hübner bildet einen weiteren Höhepunkt der Versteigerung. Auch mehrere qualitative Tuschezeichnungen des 18. Jahrhunderts, darunter eine Landschaftsvorstudie mit überhängendem Felsen von Johann Georg von Dillis, sowie satte japanische Farbholzschnitte stehen zur Offerte. Mit dem kunstvoll gestickten Haussegen und den darauf applizierten Bildnissen der ersten Sozialdemokraten August Bebel und Wilhelm Liebknecht sowie mit einer Reihe an Autogrammen sowjetischer Kosmonauten (darunter einige von Juri Gagarin) zieht ein Stück Geschichte in die Auktion ein. Ein weiteres Highlight bilden einige Lots aus dem Nachlass des Generalintendanten der Sächsischen Staatstheater Alfred Reucker, darunter eine Mappe mit Bühnenbildentwürfen für die Uraufführung von Richard Strauss` Oper "Intermezzo".