Jean Tinguely

Werbematerialien

1950er/60er Jahre, Offset | Papier

Losnummer: 3_078

Verkauft für: 187,00 €
inkl. Aufgeld

Beschreibung
Sammlung von 6 Werbematerialien Presseinformationen für Tinguely und seine Ausstellungen. Enthält Kaiser Wilhelm Museum Krefeld, Kaplan Gallery London, Staepfli Gallery New York, Galerie Arnaud Paris und Denise René Paris. Teils gebundene Hefte, teils gefaltet. Teils mit Schwarz-Weiß-Abbildungen der Fotografen Vera Mercer (Spoerri), Shunk-Kender, Charles Wilp und Rolleghem sowie Texten von Pontus Hultén. 2-seitiges Release des Museum of Modern Art in New York anlässlich Tinguelys "Homage to New York" am 17. März 1960. Beigegeben: Kleiner Druck "Mes étoiles de Tinguely".
Beschriftung
Teils mit handschriftlichen Unterstreichungen bzw. Annotationen in Kugelschreiber.
Maße
Von 6,5 x 17,5 cm bis 63,5 x 46,5 cm

Zustand
Teils altersbedingt gebräunt oder leicht knickspurig bzw. fleckig. Insgesamt wohl erhaltene Sammlung.
Provenienz
Aus Berliner Privatbesitz.

Vita Jean Tinguely

Jean Tinguely (geboren 1925 in Fribourg; gestorben 1991 in Bern) war ein Schweizer Bildhauer und experimenteller Künstler, der zu den wichtigsten Pionieren der kinetischen Kunst zählt. Er wuchs in Basel auf und begann 1941 eine Lehre als Dekorateur. Über die Basler Kunstgewerbeschule kam er früh mit Dada und konstruktivistischen Positionen in Berührung, die seine spätere Arbeit prägten. 1953 ging Tinguely nach Paris und entwickelte dort motorisierte Skulpturen aus Draht, Blech, Fundstücken und Schrott, die er als „métaméchaniques“ verstand. In den späten 1950er-Jahren entstanden außerdem seine „Painting Machines“/„Méta-Matics“, die den Akt des Malens mechanisierten und satirisch zuspitzten. International bekannt wurde Tinguely 1960 mit „Homage to New York“, einer großformatigen, öffentlich vorgeführten, teilweise selbstzerstörerischen Maschine im Skulpturengarten des Museum of Modern Art in New York, die den Gedanken von Bewegung, Vergänglichkeit und „Dematerialisierung“ spektakulär inszenierte. Im Oktober 1960 gehörte er zudem zu den Gründungsmitgliedern der Künstlergruppe Nouveaux Réalistes, die Kunst und Alltagserfahrung enger verschränken wollte. In den folgenden Jahrzehnten realisierte Tinguely zahlreiche Großarbeiten und Aktionen und arbeitete wiederholt kollaborativ, besonders mit Niki de Saint Phalle. Ein weithin sichtbares Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist der 1983 eingeweihte Igor-Stravinsky-Brunnen nahe dem Centre Pompidou in Paris.

Kontaktdaten
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Über die Auktion

3. Auktion,

Einen Schwerpunkt dieser Auktion bilden Fotografien von Jean Tinguely und seinen Werken, eines der raren abstrakten Fotogramme der surrealistischen Lyrikerin Anneliese Hager und Sammlungen von Albuminabzügen Giorgio Sommers und Wilhelm Plüschows. Herausragend und selten auf dem Auktionsmarkt sind Zeichnungen der Dresdner Malerin Paula Lauenstein. Eines ihrer eindrucksvollen Selbstbildnisse wird angeboten. Das Gemälde einer impressionistisch lichtdurchfluteten Szene am Hamburger Freihafen mit viel Rauch und Sonnenlicht des Malers Ulrich Hübner bildet einen weiteren Höhepunkt der Versteigerung. Auch mehrere qualitative Tuschezeichnungen des 18. Jahrhunderts, darunter eine Landschaftsvorstudie mit überhängendem Felsen von Johann Georg von Dillis, sowie satte japanische Farbholzschnitte stehen zur Offerte. Mit dem kunstvoll gestickten Haussegen und den darauf applizierten Bildnissen der ersten Sozialdemokraten August Bebel und Wilhelm Liebknecht sowie mit einer Reihe an Autogrammen sowjetischer Kosmonauten (darunter einige von Juri Gagarin) zieht ein Stück Geschichte in die Auktion ein. Ein weiteres Highlight bilden einige Lots aus dem Nachlass des Generalintendanten der Sächsischen Staatstheater Alfred Reucker, darunter eine Mappe mit Bühnenbildentwürfen für die Uraufführung von Richard Strauss` Oper "Intermezzo".