Jean Honoré Fragonard

La Fuite de Clélie

1763-64, Radierung | Papier

Losnummer: 3_061

Verkauft für: 125,00 €
inkl. Aufgeld

Beschreibung
Zwei Frauen reiten auf einem Pferd durch dichte Landschaft. Eine weitere, im Schatten gehaltene, weicht ihnen aus. Bewegte Szenerie.
Beschriftung
In der Platte unten rechts signiert "frago".
Maße
8 x 12,8 cm (Blatt 9 x 14 cm )

Zustand
Mit horizontaler, leichter Knickspur. Etwas fingerfleckig. Bis auf den Plattenrand hin beschnitten. Sonst wohl erhaltener gratiger Abzug.
Provenienz
Aus Berliner Privatbesitz.

Vita Jean Honoré Fragonard

Jean-Honoré Fragonard (geboren 1732 in Grasse; gestorben 1806 in Paris) war ein französischer Maler und Grafiker des Spätrokoko, berühmt für seine virtuose, leichte Malweise und seine oft galanten, intimen Bildthemen. Als Kind kam er mit seiner Familie nach Paris und erhielt dort zunächst eine künstlerische Ausbildung im Umfeld der Pariser Meister: Er arbeitete kurz bei Jean-Baptiste-Siméon Chardin und anschließend in der Werkstatt von François Boucher. 1752 gewann Fragonard den Prix de Rome. Nach vorbereitender Ausbildung bei Carle Van Loo studierte er von 1756 bis 1761 an der Académie de France in Rom, wo er seine zeichnerische Sicherheit und sein Gespür für Bewegung und Komposition weiter ausprägte. Nach der Rückkehr nach Paris etablierte er sich rasch auf dem Kunstmarkt und wurde 1765 in die Académie aufgenommen; in den folgenden Jahren entstanden Werke, die ihn bis heute definieren, darunter „The Swing“ (um 1767) als Ikone des Rokoko. 1769 heiratete Fragonard Marie-Anne Gérard. Kurz darauf erhielt er prestigeträchtige Aufträge, etwa von Madame du Barry für die Bildfolge „Progress of Love“ (1771–73), die jedoch aufgrund des sich wandelnden Geschmacks hin zum strengeren Klassizismus nicht den erhofften Erfolg hatte. Mit der Französischen Revolution brach sein bisheriges Mäzenatentum weitgehend weg. Fragonard versuchte sich stilistisch anzupassen, blieb aber zunehmend ohne Resonanz und übernahm schließlich administrative Aufgaben im Umfeld des Louvre.

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Über die Auktion

3. Auktion,

Einen Schwerpunkt dieser Auktion bilden Fotografien von Jean Tinguely und seinen Werken, eines der raren abstrakten Fotogramme der surrealistischen Lyrikerin Anneliese Hager und Sammlungen von Albuminabzügen Giorgio Sommers und Wilhelm Plüschows. Herausragend und selten auf dem Auktionsmarkt sind Zeichnungen der Dresdner Malerin Paula Lauenstein. Eines ihrer eindrucksvollen Selbstbildnisse wird angeboten. Das Gemälde einer impressionistisch lichtdurchfluteten Szene am Hamburger Freihafen mit viel Rauch und Sonnenlicht des Malers Ulrich Hübner bildet einen weiteren Höhepunkt der Versteigerung. Auch mehrere qualitative Tuschezeichnungen des 18. Jahrhunderts, darunter eine Landschaftsvorstudie mit überhängendem Felsen von Johann Georg von Dillis, sowie satte japanische Farbholzschnitte stehen zur Offerte. Mit dem kunstvoll gestickten Haussegen und den darauf applizierten Bildnissen der ersten Sozialdemokraten August Bebel und Wilhelm Liebknecht sowie mit einer Reihe an Autogrammen sowjetischer Kosmonauten (darunter einige von Juri Gagarin) zieht ein Stück Geschichte in die Auktion ein. Ein weiteres Highlight bilden einige Lots aus dem Nachlass des Generalintendanten der Sächsischen Staatstheater Alfred Reucker, darunter eine Mappe mit Bühnenbildentwürfen für die Uraufführung von Richard Strauss` Oper "Intermezzo".