Jacques Hérold

Ohne Titel

1952, Aquatintaradierung | Papier

Losnummer: 3_090

Verkauft für: 62,00 €
inkl. Aufgeld

Beschreibung
Abstrahierte Figur auf grünem Grund.
Beschriftung
Unterhalb der Darstellung in Blei handschriftlich als "Epr. D´artiste" bezeichnet, mit Widmung versehen, signiert "Jacques Hérold" und datiert "12-3-1952".
Maße
17,5 x 11 cm (Blatt 29,5 x 23,5 cm).

Zustand
Das Blatt ist altersbedingt gebräunt und lichtrandig, teils braunfleckig in den Rändern. Im unteren Rand mit kleinem Löchlein. Rückseitig umlaufend mit Papierresten an den Rändern. Im Motiv vereinzelt mit Kratzspuren. Der Abzug dennoch sehr kräftig und farbsatt.
Provenienz
Aus Berliner Privatbesitz.

Vita Jacques Hérold

Jacques Hérold (eigentlich Herold Blumer; geboren 1910 in Piatra Neam?, Rumänien; gestorben 1987 in Paris) war ein rumänisch-französischer Maler, Zeichner, Grafiker und Bildhauer und zählt zu den prägenden Künstlern des europäischen Surrealismus, besonders der Nachkriegszeit. Er wuchs zeitweise in Gala?i auf und studierte ab 1925 an der Kunstschule in Bukarest, brach die Ausbildung jedoch 1929 ab und arbeitete anschließend in einem Architekturbüro. 1930 ging er nach Paris und nahm – unter geänderten Personalien – den Namen Jacques Hérold an. In der französischen Hauptstadt knüpfte er Kontakte zur Avantgarde, u. a. zu Constantin Brâncu?i, und wurde über Yves Tanguy in den Kreis um André Breton eingeführt. In der Folge beteiligte er sich regelmäßig an wichtigen surrealistischen Gruppenausstellungen. Nach dem Zweiten Weltkrieg trat er verstärkt international hervor, unter anderem im Umfeld der „Exposition Internationale du Surréalisme“ 1947, und erhielt im selben Jahr seine erste Einzelausstellung in Paris. Hérolds Werk umfasst Malerei, Zeichnung und Skulptur und verbindet traumlogische Bildwelten mit oft biomorphen, rätselhaft-poetischen Formen. In späteren Phasen wurden seine Arbeiten teils auch im Kontext des Tachismus genannt.

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Über die Auktion

3. Auktion,

Einen Schwerpunkt dieser Auktion bilden Fotografien von Jean Tinguely und seinen Werken, eines der raren abstrakten Fotogramme der surrealistischen Lyrikerin Anneliese Hager und Sammlungen von Albuminabzügen Giorgio Sommers und Wilhelm Plüschows. Herausragend und selten auf dem Auktionsmarkt sind Zeichnungen der Dresdner Malerin Paula Lauenstein. Eines ihrer eindrucksvollen Selbstbildnisse wird angeboten. Das Gemälde einer impressionistisch lichtdurchfluteten Szene am Hamburger Freihafen mit viel Rauch und Sonnenlicht des Malers Ulrich Hübner bildet einen weiteren Höhepunkt der Versteigerung. Auch mehrere qualitative Tuschezeichnungen des 18. Jahrhunderts, darunter eine Landschaftsvorstudie mit überhängendem Felsen von Johann Georg von Dillis, sowie satte japanische Farbholzschnitte stehen zur Offerte. Mit dem kunstvoll gestickten Haussegen und den darauf applizierten Bildnissen der ersten Sozialdemokraten August Bebel und Wilhelm Liebknecht sowie mit einer Reihe an Autogrammen sowjetischer Kosmonauten (darunter einige von Juri Gagarin) zieht ein Stück Geschichte in die Auktion ein. Ein weiteres Highlight bilden einige Lots aus dem Nachlass des Generalintendanten der Sächsischen Staatstheater Alfred Reucker, darunter eine Mappe mit Bühnenbildentwürfen für die Uraufführung von Richard Strauss` Oper "Intermezzo".