Herrmann Prothmann

Schlossplatz zu Königsberg

1850er/1860er, Fotografie | Albuminabzug

Losnummer: 3_022

Verkauft für: 93,00 €
inkl. Aufgeld

Beschreibung
Blick auf die Ostseite des Königsberger Schlosses mit dem Albrechtstor und der Hauptwache vom Schlossplatz aus. - Die Aufnahme mit der Figurenstaffage war Vorlage für eine Lithographie, die 1876 in Band 3 "Aus den Papieren des Ministers und Burggrafen von Marienburg Theodor von Schön" publiziert wurde.
Beschriftung
Auf dem Trägerkarton unterhalb des Abzuges im Druck bezeichnet "Photogr. von H. Prothmann Königsberg i. Pr.".
Maße
16 x 20 cm (32 x 38,5 cm)

Zustand
Der Abzug ist vollständig auf einen Trägerkarton aufgezogen und mit einer lithographischen Bordüre eingerahmt. Etwas gebräunt und teils braunfleckig sowie mit leichten Lagerspuren (der Träger stärker). Im Übrigen wohl erhalten.
Provenienz
Aus brandenburgischem Privatbesitz.

Vita Herrmann Prothmann

Herrmann Prothmann (1822–1884) war ein deutscher Fotograf, der in Königsberg in Preußen mit einem eigenen Porträtatelier tätig war. In zeitgenössischen Quellen und Sammlungsnachweisen erscheint er häufig als „H. Prothmann“ bzw. „Photographisches Atelier H. Prothmann“. Als Wirkungsort ist Königsberg i. Pr. Belegt. Seine dokumentierte Tätigkeit liegt vor allem in den 1860er Jahren. Überliefert ist Prothmann vor allem durch Carte-de-visite-Porträts, wie sie in den 1860er Jahren das zentrale Medium der Atelierfotografie waren. Entsprechende Arbeiten finden sich heute in institutionellen Sammlungen. Auch Theaterporträts sind belegt, etwa ein Zivilporträt der Schauspielerin Marie Seebach, das explizit „H. Prothmann, Königsberg“ als Fotografen nennt.

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Über die Auktion

3. Auktion,

Einen Schwerpunkt dieser Auktion bilden Fotografien von Jean Tinguely und seinen Werken, eines der raren abstrakten Fotogramme der surrealistischen Lyrikerin Anneliese Hager und Sammlungen von Albuminabzügen Giorgio Sommers und Wilhelm Plüschows. Herausragend und selten auf dem Auktionsmarkt sind Zeichnungen der Dresdner Malerin Paula Lauenstein. Eines ihrer eindrucksvollen Selbstbildnisse wird angeboten. Das Gemälde einer impressionistisch lichtdurchfluteten Szene am Hamburger Freihafen mit viel Rauch und Sonnenlicht des Malers Ulrich Hübner bildet einen weiteren Höhepunkt der Versteigerung. Auch mehrere qualitative Tuschezeichnungen des 18. Jahrhunderts, darunter eine Landschaftsvorstudie mit überhängendem Felsen von Johann Georg von Dillis, sowie satte japanische Farbholzschnitte stehen zur Offerte. Mit dem kunstvoll gestickten Haussegen und den darauf applizierten Bildnissen der ersten Sozialdemokraten August Bebel und Wilhelm Liebknecht sowie mit einer Reihe an Autogrammen sowjetischer Kosmonauten (darunter einige von Juri Gagarin) zieht ein Stück Geschichte in die Auktion ein. Ein weiteres Highlight bilden einige Lots aus dem Nachlass des Generalintendanten der Sächsischen Staatstheater Alfred Reucker, darunter eine Mappe mit Bühnenbildentwürfen für die Uraufführung von Richard Strauss` Oper "Intermezzo".