Carl Graeb

Kirche mit Weiher

19. Jhd., Bleistiftzeichnung | Karton

Losnummer: 3_003

Startpreis: 260,00 € Schätzpreis: 400,00 €

Beschreibung
Feinst ausgearbeitete Darstellung einer Kirche mit Blick auf den Chor hinter der Ruine einer Mauer mit kleinem Tor. Im Vordergrund ein baumbestandener Weiher.
Beschriftung
Im linken unteren Eck innerhalb des Motives handschriftlich in Blei signiert "Carl Graeb". Rückseitig mit Sammlerstempel "Sg. H. Hüner Berlin".
Maße
21 x 28 cm (Passepartout 30 x 46 cm)

Zustand
Die Zeichnung ist unter einem Passepartout montiert (die Rückseite sichtbar). Gebräunt und leicht fleckig (vornehmlich in den Rändern). Kanten leicht bestoßen. Knickspur im linken oberen Eck. Die Zeichnung fein und klar.
Provenienz
Aus Berliner Privatbesitz.

Vita Carl Graeb

Carl Graeb (voller Name: Carl Georg Anton Graeb; geboren 1816 in Berlin; gestorebn 1884 ebenda) war ein deutscher Architektur- und Theatermaler, Landschaftsmaler sowie Radierer, der vor allem durch präzise Architekturdarstellungen und Veduten aus Berlin, Potsdam und deren Umgebung bekannt wurde. Er studierte an der Berliner Akademie u. a. bei Carl Blechen sowie beim Hoftheatermaler Johann Karl Jakob Gerst, der später auch sein Schwiegervater wurde. 1838 trat Graeb eine Stelle als Theatermaler am Königsstädtischen Theater an, gab diese jedoch nach kurzer Zeit wieder auf und unternahm bis 1843 Studienreisen in die Schweiz, nach Südfrankreich (einschließlich Pyrenäen) sowie nach Italien und Sizilien. Von 1844 bis 1852 führte er gemeinsam mit Johann Gerst ein Atelier für Dekorations- und Theatermalerei. Parallel entwickelte er sein Profil als Architektur- und Landschaftsmaler, dessen Arbeiten durch detailgenaue Bauwiedergabe und eine „dokumentarische“ Anschaulichkeit geprägt sind. 1851 wurde Graeb zum Hofmaler ernannt und schuf im Auftrag König Friedrich Wilhelms IV. und Königin Elisabeth eine umfangreiche Folge von 94 Architekturlandschaften und Ansichten, darunter Motive von Schloss Stolzenfels, aus Berlin und Potsdam sowie aus Charlottenburg. In den frühen 1850er Jahren entstanden zudem Wandgemälde für das Neue Museum in Berlin. 1855 erhielt er den Titel eines königlichen Professors, 1860 wurde er Mitglied der Akademie der Künste zu Berlin. Als markantes Beispiel seines historisch-topografischen Interesses gilt das 1872 entstandene Gemälde zum Chor der Elisabethkirche in Marburg mit dem dortigen Grabmal, das seine Nähe zur Bau- und Erinnerungskultur des 19. Jahrhunderts verdeutlicht.

Kontaktdaten
Frage zum Los

Die Auktion findet am Samstag, den 14. März 2026 um 14 Uhr in den Räumlichkeiten von Irrgang Fine Arts, Friedrichstraße 232, 10969 Berlin statt. Alle Lose werden vom 2. bis zum 13. März am selben Ort zur Vorbesichtigung ausgestellt. Seien Sie herzlich zum Empfang am 27. Februar um 17 Uhr und anschließend von Montag bis Freitag zwischen 11 und 17 Uhr eingeladen, sich die Objekte persönlich anzuschauen. Bitte beachten Sie, dass bei grafischen Arbeiten auf Papier eine Terminabsprache unter Angabe der Losnummern, die von Interesse sind, erforderlich ist. Schreiben Sie uns dafür gerne eine Email an auktionshaus@flanelsago.de – unser Team stellt die entsprechenden Blätter dann zur Besichtigung bereit und steht Ihnen auch sonst gerne bei Fragen zur Verfügung.

Sie haben folgende Möglichkeiten an der Auktion teilzunehmen:

Persönliches Bieten

Während der Auktion geben Sie Ihre Gebote in unseren Räumlichkeiten direkt an den Auktionator ab. Um persönlich an der Auktion teilnehmen zu können registrieren Sie sich vor der Auktion mit einem gültigen Personalausweis oder Reisepass und erhalten dann eine Bieternummer. Eine Teilnahme an der Auktion ohne Bieternummer ist nicht möglich. Aufgrund limitierter Sitzplätze im Saal bitten wir Sie, sich bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion bei uns unter auktionshaus@flanelsago.de anzumelden. 

Schriftliches Bieten (Vorgebote)

Gerne nehmen wir Ihre Gebote auch schon vor der Auktion schriftlich entgegen. Schreiben Sie uns dafür bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion eine Email an auktionshaus@flanelsago.de mit folgenden Angaben: Name, Adresse, Telefonnummer, Losnummer sowie Ihrem Höchstgebot. Bitte fügen Sie eine Kopie Ihres Ausweises an. Ihre Höchstgebote werden während der Auktion nur so weit wahrgenommen, wie es der Gang der Versteigerung notwendig macht.

Telefonbieten

Um sich für das telefonische Bieten anzumelden, schreiben Sie uns bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion eine Email an auktionshaus@flanelsago.de mit folgenden Angaben: Name, Adresse, Telefonnummer, sowie der Losnummer für die Sie mitbieten möchten. Bitte fügen Sie außerdem eine Kopie Ihres Ausweises an. Wir werden Sie dann während der Auktion rechtzeitig anrufen und Ihre Gebote im Saal an den Auktionator weitergeben. Bitte beachten Sie, dass wir für Übermittlungsfehler keine Haftung übernehmen.

Online-Bieten im Livestream

Über unsere Partnerplattform Lot-Issimo (Auction Technology Group German GmbH) können Sie online an der Auktion teilnehmen. Bei Geboten über Lot-tissimo berechnen wir das gleiche Aufgeld wie im Saal. Bitte beachten Sie, dass Sie sich für das Online-Bieten bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion registrieren müssen. Dafür benötigen wir eine Kopie eines gültigen Personalausweises.

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Bei unseren Auktionen fällt zusätzlich zum Hammerpreis ein Aufgeld in Höhe von 25% zuzüglich 19% Mehrwehrtsteuer an.

Über die Auktion

3. Auktion, Samstag 14. März 2026 | 14:00 Uhr
Friedrichstraße 232, 10969 Berlin