Albert Steiner

Segantinis Sterbehaus

1921, Fotografie | Silbergelatineabzug

Losnummer: 3_036

Verkauft für: 625,00 €
inkl. Aufgeld

Beschreibung
Steiler Blick vorbei an einer Hütte auf dem Schafberg bei Pontresina im Kanton Graubünden in der Schweiz hinab Richtung St. Moritz. Die Sonnenstrahlen brechen eindrucksvoll durch die Wolken und erhellen die Wasserfläche des St. Moritzsees und des kleineren Stazersees. In dieser Hütte starb der Maler Giovanni Segantini (1858-1899) im Alter von 41 Jahren am 28. September 1899 an einer Bauchfellentzüdung
Beschriftung
Rückseitig mit dem Fotografenstempel "Albert Steiner Photograph St. Moritz Engadin" sowie handschriftlich vom Künstler in Feder bezeichnet "Segantinis Sterbehaus auf dem Schafberg 1921".
Maße
17,7 x 23 cm

Zustand
Feines zartes Craquelée sowie leicht angestaubt. In den dunklen Bereichen etwas ausgesilbert und leicht fingerfleckig. Im linken Rand kleine Schmutzfleckchen. Im Übrigen wohl erhalten.
Provenienz
Aus dem Nachlass Alfred Reuckers.

Vita Albert Steiner

Albert Steiner (auch Albert Steiner-Hirsbrunner; geboren 1877 in Frutigen; gestorben 1965 ebenda) absolvierte eine Fotografenlehre bei Jean Moeglé in Thun, die er 1897 abschloss, und arbeitete anschließend in Genf beim Fotografen Fred Boissonnas. Nach Stationen in Genf und Bern übersiedelte Steiner 1906 nach St. Moritz, wo er zunächst angestellt war und 1909 ein eigenes Fotostudio eröffnete. Von 1915 bis 1919 führte er das Atelier gemeinsam mit Hans Robertson, 1924 bezog er ein größeres Atelier im ehemaligen Restaurant Innfall, das er 1950 an seinen Sohn Hans übergab. Steiner wurde vor allem durch seine Landschaftsaufnahmen aus dem Engadin bekannt und zählt zu den herausragenden Schweizer Fotografen des 20. Jahrhunderts. In St. Moritz arbeitete er auch als Auftragsfotograf, verstand sich jedoch zugleich als künstlerisch arbeitender Bildautor. Seine sorgfältig komponierten Fotografien prägten die Bildvorstellung der Schweiz als Alpenland wesentlich mit und wurden in zahlreichen Publikationen und Reproduktionen verbreitet, darunter „Engadiner Landschaften“ (1927) und „Schnee, Winter, Sonne“ (1930).

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Über die Auktion

3. Auktion,

Einen Schwerpunkt dieser Auktion bilden Fotografien von Jean Tinguely und seinen Werken, eines der raren abstrakten Fotogramme der surrealistischen Lyrikerin Anneliese Hager und Sammlungen von Albuminabzügen Giorgio Sommers und Wilhelm Plüschows. Herausragend und selten auf dem Auktionsmarkt sind Zeichnungen der Dresdner Malerin Paula Lauenstein. Eines ihrer eindrucksvollen Selbstbildnisse wird angeboten. Das Gemälde einer impressionistisch lichtdurchfluteten Szene am Hamburger Freihafen mit viel Rauch und Sonnenlicht des Malers Ulrich Hübner bildet einen weiteren Höhepunkt der Versteigerung. Auch mehrere qualitative Tuschezeichnungen des 18. Jahrhunderts, darunter eine Landschaftsvorstudie mit überhängendem Felsen von Johann Georg von Dillis, sowie satte japanische Farbholzschnitte stehen zur Offerte. Mit dem kunstvoll gestickten Haussegen und den darauf applizierten Bildnissen der ersten Sozialdemokraten August Bebel und Wilhelm Liebknecht sowie mit einer Reihe an Autogrammen sowjetischer Kosmonauten (darunter einige von Juri Gagarin) zieht ein Stück Geschichte in die Auktion ein. Ein weiteres Highlight bilden einige Lots aus dem Nachlass des Generalintendanten der Sächsischen Staatstheater Alfred Reucker, darunter eine Mappe mit Bühnenbildentwürfen für die Uraufführung von Richard Strauss` Oper "Intermezzo".